Geschäftsentwicklung negativ
Experten sind enttäuscht über Commerzbank-Zahlen

Der Bericht der Commerzbank über die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres ist von zahlreichen Analysten negativ aufgenommen worden.

adx BERLIN. Der Bericht der Commerzbank über die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres ist von zahlreichen Analysten negativ aufgenommen worden. Insbesondere der Fehlbetrag von 98 Mill. Euro im vierten Quartal wurde übereinstimmend als "enttäuschend" bezeichnet. Die Düsseldorfer WGZ-Bank gab am Dienstag zudem zu bedenken, dass ohne den Ertrag aus dem Börsengang der Tochter comdirect das Ergebnis für das Gesamtjahr unter dem Niveau von 1999 liege. Trotz der "katastrophalen" Zahlen traut das Institut der Commerzbank-Aktie weiterhin eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zu ("Outperformer"). Grund sind die angekündigten Einsparungen aus der Restrukturierung sowie das Konzept der "Wahlverwandtschaften" mit europäischen Banken und Versicherungen, das von den Anlegern bislang nicht ausreichend honoriert worden sei.

Skeptischer zeigte sich die Investmentbank Lehman Brothers. Sie stuft Commerzbank-Aktien weiterhin unterdurchschnittlich ein und erwartet einen Kursrückgang auf 27 Euro. Die Analysten vermissten unter anderem Impulse aus dem vorgelegten Restrukturierungsplänen. Mit einer Rating-Senkung von Halten auf Verkaufen ("Trading Sell") reagierte das Wertpapierhandelshaus Hornblower Fischer. Es müsse sich zeigen, ob die Bank die angekündigten Ertragssteigerungen tatsächlich realisieren könne. Zumindest kurzfristig könne die Commerzbank-Aktie unter Druck geraten, da es im europäischen Bankensektor derzeit bessere Anlagealternativen gebe.

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