Geschäftsjahr 2001: Erwartungen übertroffen
Telekom Austria startet Marktoffensive

Die Telekom Austria (TA) hat nach den in Wien veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2001 die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das als Indikator verwendete Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ist um 39 % auf 1,47 Mrd. Euro gestiegen. Die Schätzung der Analysten lag im Mittel bei 1,43 Mrd. Euro.

kg WIEN. Der hohe Zuwachs resultiert jedoch nur teilweise aus dem operativen Geschäft. Rechnet man die Aufwendungen für den Abbau von Arbeitsplätzen heraus, wäre das Ebitda nur um 9 % auf 1,42 Mrd. Euro gestiegen. Rund 40 % des Betriebsergebnisses steuerte die Handy-Tochter Mobilkom mit 0,57 Mrd. Euro bei. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 1,2 % auf 3,94 Mrd. Euro. Die Börse reagierte positiv, die Aktie legte am Freitag um 1,6 % auf 9,41 Euro zu.

Im Detail wird der Vorstand zu den Ergebnissen erst am 9. April Stellung nehmen. Großes Ziel der TA ist es laut Vorstandschef Heinz Sundt, die Marktanteilsverluste im Festnetzbereich zu stoppen; Ende 2001 lag dieser nur noch bei 56,2 %. Mit einer stark auf die Preise für Privatkunden zielenden Marktoffensive soll der Festnetzanteil mittelfristig bei 52 bis 53 % stabilisiert werden.

25 Mill. Euro werden im laufenden Jahr in die Werbung investiert, ein großer Teil davon, um die erst im Juni 2000 eingeführte Dachmarke "Jet2Web" zu ersetzen. Große Hoffnungen macht sich die TA im Breitband (ADSL), wo die Kundenzahl bis Ende des Jahres auf 200 000 verdoppelt werden soll.

Im Plan liegt man beim Stellenabbau. Bis 2005 sollen 5 000 Mitarbeiter die Gruppe verlassen, derzeit steht man bei 2 100 bei noch 16 600 Mitarbeitern. Erschwert wird der Personalabbau dadurch, dass 80 % der Beschäftigten unkündbare Beamte sind. Insgesamt wurden die Kosten im Festnetz im Vorjahr um 10 % reduziert. Die Verschuldung der Gruppe konnte um gut 8 % auf 3,29 Mrd. Euro reduziert werden.

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