Geschäftsklima deutlich verschlechtert
Unternehmen dämpfen Wirtschaftsstimmung

Die Stimmung der Wirtschaft in der Euro-Zone hat sich im April weniger stark als erwartet aufgehellt. Das Geschäftsklima verschlechterte sich deutlich. Dies signalisiert Analysten zufolge, dass das Ende des Irak-Kriegs keine schnelle Konjunkturerholung garantiert.

Reuters BRÜSSEL. Der Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg im April den Zahlen der Europäischen Kommission vom Mittwoch zufolge auf 97,9 von 97,8 im März. Volkswirte hatten mit einer kräftigeren Zunahme gerechnet. Grund für den unter den Erwartungen liegenden Anstieg ist ein unerwarteter Rückgang des Geschäftsklima-Indexes auf minus 13 von minus zwölf. Im Februar lag er bei minus elf. Die Stimmung der Verbraucher hat sich wieder gebessert, und zwar auf minus 19 nach minus 21 im März. Damit erreichte der Index wieder den Stand von Februar.

"Der leichte Anstieg ist den Verbesserungen der Indikatoren für das Vertrauen der Verbraucher und im Einzelhandel zuzuschreiben", erklärte die Kommission. "Diese Verbesserungen haben den weiteren Rückgang des Geschäftsklimaindexes mehr als ausgeglichen."

Der Bericht untermauert Analysten zufolge die Zweifel an der Stärke der europäischen Wirtschaft und nährt Spekulationen über eine Zinssenkung im Juni. In einer am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Umfrage sagten zwar 52 von 61 befragten Volkswirten voraus, die EZB werde bei ihrem nächsten Zinstreffen am 8. Mai den Leitzins unverändert bei 2,5 % lassen. Sollte die EZB im Mai die Zinsen nicht senken, erwarten aber 54 Volkswirte eine Senkung im Juni.

Der am Mittwoch veröffentlichte Rückgang der Euro-Zone-Inflationsrate im April auf 2,1 % von 2,4 % im März erhöhte den Spielraum der Notenbank für Zinssenkungen. Die Inflationsrate liegt damit nur leicht über der von der EZB angestrebten Obergrenze von zwei Prozent.

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