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Geschäftsklima in Eurozone fällt auf Fünf-Jahres-Tief

rtr BRüSSEL. Der Geschäftsklima-Index für die Eurozone ist im Oktober nach den Anschlägen vom 11. September in den USA auf seinen tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Der Index sei stärker als erwartet auf einen Stand von minus 1,14 von minus 0,57 im September eingebrochen und zeige die volle Auswirkung der Anschläge auf das Vertrauen, teilte die Europäische Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Rund 85 % der Antworten des September-Index seien noch vor den Anschlägen erhoben worden. Ein Kommissionssprecher bezeichnete den starken Rückgang unterdessen teilweise als Überreaktion auf die Anschläge. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang des Index auf minus 0,80 Punkte gerechnet.

Der Geschäftsklima-Index für die Eurozone sei bereits seit Mitte des vergangenen Jahres rückläufig, teilte die Europäische Kommission mit. Allerdings verheiße der deutliche Einbruch im Oktober nichts Gutes für die Industrieproduktion. Kommissionssprecher Gerassimos Thomas bewertete den Rückgang teilweise als Überreaktion auf die Anschläge in den USA vom 11. September. "Dies ist der erste Monat, in dem wir vollständige Daten nach den Ereignissen von September haben", sagte er. "Zum Teil reflektieren die Daten eine Überreaktion."

Die bereits schwachen Erwartungen zur Indexentwicklung sowie andere in dieser Woche veröffentlichte schwache Daten dürften die Markterwartungen einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank am Donnerstag verstärken, hieß es von Experten.

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