Geschäftsmodell ist auf Dauer nicht tragfähig
Hypo-Vereinsbank schluckt Westfalenbank

Die Westfalenbank soll im Laufe des nächsten Jahres ihre Eigenständigkeit verlieren und in der Hypo-Vereinsbank (HVB) AG aufgehen.

rtr/vwd MÜNCHEN. Das Geschäftsmodell des auf vermögende Privatkunden und Firmenkunden ausgerichteten Instituts sei auf Dauer nicht mehr tragfähig, teilte die HVB am Dienstag in München mit, die 99,8 % an der Westfalenbank hält. Der Aufsichtsrat der Westfalenbank habe dem Vorschlag des Vorstands zur Integration bereits zugestimmt. Die vor 80 Jahren gegründete Westfalenbank betreut in Bochum und Düsseldorf mit 300 Mitarbeitern 4000 Kunden. Die Modalitäten der Eingliederung sollen bis spätestens Mitte 2002 feststehen.

Die 1921 gegründete Westfalenbank erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2000 mit rund 300 Mitarbeitern an den Standorten Bochum und Düsseldorf einen Jahresüberschuss von 19,4 Mill. DM. Die Bilanzsumme wird mit 5,914  Mrd. DM angegeben. Die Schwerpunkte des Finanzinstituts liegen den Angaben zufolge im Private Banking, Firmenkundengeschäft und im Asset Management sowie im Bereich International Markets.

Der Vorstand der Westfalenbank habe sich davon leiten lassen, dass das bisherige Geschäftsmodell dauerhaft nicht tragfähig genug sei, um den steigenden Kundenanforderungen und den immer härter werdenden Marktbedinungen gerecht zu werden. Zugleich kündigten beide Institute an, dass Tätigkeiten wie Controlling, EDV oder die Abwicklung des Zahlungsverkehrs in großen Einheiten gebündelt werden sollen. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Integration nicht ohne einen Stellenabbau erfolgen wird, da die HBVB ihrerseits bereits eine tiefgreifende Umstrukturierung mit dem Abbau von insgesamt 9 100 Stellen angekündigt hat. "Wir versuchen ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen", sagte eine HVB-Sprecherin auf Anfrage.

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