Geschäftsprognose für 2003 bekräftigt
Conti gibt sich optimistisch

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental rückt für das laufende Geschäftsjahr nicht von seinen Umsatz- und Ergebniszielen ab.

HB FRANKFURT. Der Hannoveraner Autozulieferer Continental AG hat seine Wachstumsprognose für 2003 bekräftigt und zugleich Hoffnungen auf weitere Zuwächse in der Branche im kommenden Jahr geäußert.

"Es gibt überhaupt keinen Anhaltspunkt, für 2003 den Forecast (Vorhersage) zu reduzieren", sagte Continental-Chef Manfred Wennemer am Mittwoch anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt. "Wir sind optimistisch für 2003", fügte er mit Blick auf die konzerneigene Prognose hinzu, das Betriebsergebnis in diesem Jahr auf "signifikant" über 700 Mill. ? zu steigern.

Wennemer und sein Stellvertreter im Vorstand, Wolfgang Ziebart, machten zugleich deutlich, dass Continental schon längst nicht mehr nur noch ein reiner Reifenlieferant, sondern vielmehr ein kompletter Automobilzulieferer sei. Continental hat in den vergangenen Jahren die Sparte elektronische Teile und hier vor allem Bremsen kontinuierlich ausgebaut und erzielt mittlerweile beinahe die Hälfte des Umsatzes mit diesem Segment.

Wennemer betonte, dass Continental sowohl im Reifenbereich als auch in der Sparte elektronische Teile weiter wachsen wolle und dies sowohl organisch als auch über Zukäufe. "Wir haben die finanzielle Manövrierfähigkeit für Akquisitionen", sagte der Vorstandsvorsitzende. "Ich glaube, dass wir ein starkes internes Wachstum erreichen können. Aber wenn sich die richtige Akquisition bietet, werden wir bereit sein, sie wahrzunehmen." Derzeit gebe es mit Ausnahme einer Partnerschaft in China allerdings keine konkreten Vorhaben.

Auf genaue Zahlen und einen Ausblick für 2004 wollte sich Wennemer indes nicht einlassen. Im vergangenen Jahr setzte der weltweit viertgrößte Reifenhersteller 11,4 Mrd. ? um, die in diesem Jahr übertroffen werden sollen. Im ersten Halbjahr 2003 steigerte das Unternehmen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) um 15 % auf 399 Mill. ?. Conti wird in Kürze den Finanzdienstleister MLP im Deutschen Aktienindex (Dax) ersetzen.

Continental hat in der Vergangenheit den Bereich Automobil-Elektronik stark ausgebaut und erzielt damit bereits 42 % des Konzernumsatzes. Das für diese Sparte zuständige Vorstandsmitgliede Ziebart sieht für dieses Segment zweistellige prozentuale Wachstumsraten, wie er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Diese Wachstumsphase sei aus seiner Sicht von Dauer, betonte Ziebart. Aus diesem Grund dürfte die bei Continental unter anderem für elektronische Bremsen, Antiblockiersysteme (ABS) und Stabilitätsprogramme (ESP) zuständige Sparte auch überproportional im Vergleich zur Reifensparten wachsen.

Mit Blick auf die Automobilkonjunktur zeigte sich Ziebart otpimistisch: "Ich sehe sehr große Hoffnung, dass die Angebotsseite jetzt einen Push in den Markt bringt", sagte der Vorstand angesichts der zahlreichen Neuerscheinungen auf den Automärkten, die derzeit auf der IAA zu sehen sind. "Das wird die Konjunktur sicherlich signifikant positiv beeinflussen." Auch Continental werde vom erhofften Aufschwung bei den Autos profitieren: "Wir sind in allen Volumenplattformen vertreten", sagte er im Hinblick auf die Markteinführung neuer Massenmodelle wie dem Astra oder Golf von Opel und VW. "Wir hoffen, die Rezession wird ein Ende haben", unterstrich Ziebart.

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