Geschäftsverlagerung ins Ausland
Schwarz Pharma: Forschung und Verwaltung zehren am Ergebnis

Der massive Anstieg der Kosten für Forschung und Verwaltung hat das Konzernergebnis der Schwarz Pharma AG, Monheim, im ersten Quartal 2001 stark beeinträchtigt. Das Betriebsergebnis sei gegenüber dem Vorjahresquartal um 89 % auf 1,1 (10,0) Mio Euro gesunken, sagte der Vorstandsvorsitzende Patrick Schwarz-Schütte am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Düsseldorf.

vwd DüSSELDORFBis auf den Umsatz lagen die Quartalszahlen zum Teil klar unter den Schätzungen der Analysten, an der Börse gab die Aktie am Vormittag deutlich nach. Eine konkrete Umsatzprognose für 2001 sei schwierig, doch strebe Schwarz Pharma weiter eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr an, sagte Schwarz-Schütte.

Das Betriebsergebnis soll 2001 wieder ausgeglichen sein und der Jahresüberschuss um zehn Prozent steigen. Im vergangenen Jahr hatte das Betriebsergebnis mit 3,6 Mio EUR im Minus gelegen, der Jahresüberschuss betrug 13,6 Mio EUR. Im ersten Quartal 2001 stieg der Umsatz um 6,4 % auf 177,2 (166,6) Mio EUR. Bereinigt um Wechselkurseffekte, betrug der Zuwachs vier Prozent. Das Vorsteuerergebnis sackte um 41,2 % auf 6,0 (10,2) Mio EUR ab, das Ergebnis nach Steuern um 38,9 % auf 4,4 (7,2) Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie sank auf 0,20 (0,33) EUR. Der Cash Flow lag mit 11,2 Mio EUR um 4,4 Mio EUR unter den Wert des Vorjahresquartals.

Gestiegene F&E-Kosten

Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) seien in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 35,3 % auf 21,1 (15,6) Mio EUR gestiegen, erläuterte Schwarz Schütte. Die Ausgaben für Verwaltung und Vertrieb hätten um 20,2 % auf 82,6 (68,7) Mio EUR zugelegt. Die Erhöhung der F&E-Kosten sei auf eine größere Anzahl von klinischen Prüfungen zurückzuführen. Im Gesamtjahr 2001 werde der Anstieg der Forschungskosten etwa 20 % betragen, sagte der Vorstandsvorsitzende. Die Börse reagierte unwillig auf die neuen Quartalszahlen: Die Aktie von Schwarz Pharma notierte gegen elf Uhr um 3,5 % oder einen EUR schwächer bei 27,10 EUR. Insgesamt gab der MDAX nur um 0,5 % nach.

Das Geschäft von Schwarz Pharma verlagere sich zunehmend ins Ausland, so Schwarz-Schütte weiter. In Deutschland erzielte das MDAX-Unternehmen im ersten Quartal 30 % der Erlöse, im vergangenen Gesamtjahr waren es 33 %. Auf das übrige Europa entfielen von Januar bis März 2001 38 %, weitere 30 % wurden in den USA erwirtschaftet und zwei Prozent in Asien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%