Geschäftszahlen am Dienstag
Consors rechnet auch im zweiten Halbjahr mit roten Zahlen

Die Nürnberger Direktbank Consors wird das Geschäftsjahr 2001 statt mit einem Gewinn voraussichtlich mit einem Verlust beenden. "Wir werden das zweite Halbjahr mit roten Zahlen abschließen, das ist vor dem Hintergrund der schwachen Börsen auch kein Wunder", sagte Karl Matthäus Schmidt in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview der "Welt am Sonntag".

Reuters FRANKFURT. Bereits im ersten Quartal war der im Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax50 gelistete Discount-Broker in die Verlustzone geraten und hatte Mitte Mai auch für das zweite Quartal vor roten Zahlen gewarnt. Angesichts anziehender Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte sah Schmidt im Mai jedoch einen Gewinn für das Gesamtjahr als realistisch an. Consors will am Dienstag Geschäftszahlen zum zweiten Quartal veröffentlichen.

Schmidt sagte der Sonntagszeitung, Consors strebe nun für das kommende Jahr ein "leicht positives Ergebnis" an. Dazu werde man unter anderem die Kosten senken. So habe Consors die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland auf 1 030 von 1 160 zurückgeschraubt und werde die Personaldecke durch Fluktuation weiter abschmelzen. Insgesamt sollten pro einzelnem Etat 30 % eingespart werden, sagte Schmidt.

Über die weitere Entwicklung der vergleichweise neuen Investmentbank-Tochter Consors Capital, die den Planungen nach im derzeit von einer Flaute gebeutelten Neuemissionsbereich tätig sein sollte, zeigte sich Schmidt optimistisch. "Consors Capital muss spätestens in zwei Jahren in der Gewinnzone sein. Ich bin aber guter Dinge das wir das schaffen."

Analysten erwarten bei Consors für das zweite Quartal durchschnittlich einem Verlust nach Steuern von 21,40 Mill. Euro nach 15,59 Mill. Euro im ersten Quartal. Am Freitag war die Consors-Aktie mit einem Plus von mehr als 8 % bei 15,29 Euro aus dem Handel gegangen. Insgesamt hatte die Aktie im Wochenverlauf gut 10 % an Wert verloren.

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