Geschäftszahlen bekräftigt
Microsoft setzt auf Server-Geschäft

Dank eines anziehenden Geschäfts im Großcomputer- Markt rechnet der Software-Konzern Microsoft trotz der weltweiten Wirtschaftskrise auch im laufenden Jahr wieder mit deutlichem Wachstum.

HB/dpa MÜNCHEN. Dank eines anziehenden Geschäfts im Großcomputer- Markt rechnet der Software-Konzern Microsoft trotz der weltweiten Wirtschaftskrise auch im laufenden Jahr wieder mit deutlichem Wachstum. Die Sparte mit Software für Großcomputer (Server) sei die zugkräftigste im laufenden Geschäftsjahr 2002/2003 (30. Juni), sagte Finanzchef John Connors am Montag in München. Er bekräftigte die Mitte Januar veröffentlichten Planzahlen von rund 32 Milliarden Dollar (29,6 Mrd Euro) Umsatz und 14,2 Milliarden Dollar operativem Gewinn für dieses Geschäftsjahr. 2001/2002 hatte Microsoft 28,4 Milliarden Dollar erlöst und 7,8 Milliarden Dollar Gewinn ausgewiesen.

Da der Konzern auf Wachstumskurs bleibe, werde die Zahl der Beschäftigten wie im Vorjahr um erneut rund 5500 aufgestockt. 60 neue Arbeitsplätze sollen in Deutschland entstehen, sagte Connors. Die meisten Stellen würden in Verkauf und Entwicklung geschaffen. Das Server-Geschäft zog im zweiten Quartal um zwölf Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar Umsatz an. Im weiteren Jahresverlauf rechnet Connors mit einer Beschleunigung des Wachstums. Dabei setzt er auch auf ein Anziehen der Konjunktur: "Im zweiten Halbjahr werden sich PC- und Server-Markt positiver entwickeln." Konkrete Zahlen nannte der Finanzchef nicht.

Auch für den Online-Dienst MSN und den Bereich Home & Entertainment mit der Spielkonsole Xbox erwartet Microsoft zweistellige Zuwachsraten. MSN war allerdings im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres um rund 20 Prozent eingebrochen. Langfristig will sich Microsoft verstärkt auf den chinesischen Markt konzentrieren. "Ich sehe da große Potenziale", sagte Connors.

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