Geschichte
Schüsse, die die Welt erschütterten

Auch neunzig Jahre nach dem Attentat von Sarajevo bleibt der Erste Weltkrieg ein wichtiges Thema

Es begann in Sarajevo, an einem Sommertag vor neunzig Jahren. Am 28. Juni 1914 erschoss der Student Gavrilo Princip den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau. Schüsse, die einen Weltkrieg auslösten und die Staatenordnung für immer veränderten.

Vier Jahre und zehn Millionen Tote später war das alte Europa mit seinen Monarchien von der Landkarte verschwunden. Dafür betraten die USA erstmals aktiv die Weltbühne. In Osteuropa entstanden zahlreiche neue Staaten, und der Nahe Osten erlebte seine große politische Neuordnung. All das zeigt, wie nachhaltig die Ereignisse des Ersten Weltkrieges bis in die Gegenwart wirken.

Folgerichtig spricht der britische Militärhistoriker Hew Strachan von dem ersten globalen Krieg in der Geschichte der Menschheit. Er löst sich von der gängigen Fixierung auf den Kampf im Schützengraben an der Westfront, der so etwas wie die Metapher für den gesamten Ersten Weltkrieg geworden ist.

Bemerkenswert ist der Aktualitätsbezug: So widmet Strachan ein ganzes Kapitel dem Versuch des damaligen deutsch-osmanischen Bündnisses, die islamische Welt auf den Dschihad gegen Frankreich und Großbritannien einzuschwören. Zwar kam der heilige Krieg mangels Begeisterung der Muslime nie so richtig in Schwung; dafür tauchte bereits damals das Schlagwort vom erstrebenswerten Märtyrertod auf.

Seite 1:

Schüsse, die die Welt erschütterten

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%