Geschlossene Fonds
Windkraft-Fonds: Gutes Gewissen

Umweltbewusst denkende Anleger gewinnen Windkraft-Fonds einen gewissen Charme ab, investieren sie doch guten Gewissens in ökologische Energiegewinnung. Das gute Gewissen tröstet unter Umständen über wirtschaftliche Nachteile.

Diese jedoch müssen nicht unbedingt angenommen werden. Gerade unter steuerlichen Gesichtspunkten können diese Fonds reizvoll sein - wie die Immobilien-, Medien- oder Schiffsfonds natürlich auch nur von Fall zu Fall und unter Berücksichtigung verschiedener Risiken.

Steuerlich sind folgende Aspekte zu beachten:



  • In der Investitionsphase bewirken hohe Abschreibungen und Anlaufkosten Verluste, die steuerlich interessant sind.
  • Nachteile: Die degressive "Absetzung für Abnutzung" (AfA), die Abschreibung in Prozent vom aktuellen Wert, bringt zwar die genannten hohen Anfangsverluste; sie zieht aber auch eine Gewerbesteuer-Pflicht in der Betriebsphase nach sich.
  • Einen Veräußerungsgewinn gegen Ende der Laufzeit des Fonds oder der Windkraftanlage können die Investoren nicht einkalkulieren. Die Anlagen dürften keinen Wert mehr haben, eher Rückbau-Kosten verursachen.



Aktuelle Probleme: Windkraft-Anbieter glauben offenbar noch an rosige Zeiten, denn sie wollen 2002 zweieinhalb mal so viel Eigenkapital wie 2001 vermitteln, berichtet Fonds-Analyst Stefan Loipfinger. Doch seit der Anbieter Energiekontor mit Anlegern über die Rücknahme von Anteilsscheinen wegen zu optimistischer Prognosen verhandelt, sehen Branchenexperten auch für andere Windkraftanleger schwarz. Außerdem macht die ab diesem Jahr niedrigere Einspeisevergütung für Strom aus Windrädern diese Fonds nicht attraktiver.

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