Geschlossene Immobilienfonds
Räume der Kapital Consult durchsucht

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Geschäftsräume der Gesellschaft Kapital Consult durchsuchen lassen. Dabei geht es um den Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit überhöhten Provisionszahlungen.

DÜSSELDORF. Offenbar entwickelte sich das Ermittlungsverfahren, das seit Anfang des Jahres läuft, aus weiteren, schon seit Jahren bestehenden Verfahren gegen KC und seinen Geschäftsführer Walter Fink.

Kapital Consult ist nach Aussage der Zeitschrift kapital-markt intern (kmi) mit einem Gesamtplatzierungsvolumen von rund acht Mrd. DM einer der größten Anbieter von geschlossenen Immobilienfonds in Deutschland. Kmi Geschäftsführer Axel Prümm sieht die Untersuchung nicht zuletzt auch als Erfolg seiner beständigen Kritik an KC. Er wirft der Gesellschaft vor, Gelder für Fonds einzusammeln, die längst nicht mehr ertragsfähig seien.

KC geriet mit seinen Dreiländerfonds in die Schlagzeilen, die in Deutschland den USA und in der Schweiz investierten. Ein wichtiger Mieter in Deutschland war der Musicalbetreiber Stella AG, der 1999 Insolvenz anmelden musste und seine Mietzahlungen drastisch reduzierte. Einer der Fonds hatte sogar versucht, Stella durch eine Beteiligung zu stützen. Bis zum Redaktionschluss wurde eine Anfrage bei KC zu den Vorgängen nicht beantwortet.

Stella vermarktete bekannte Musicals wie "Cats", "Starlight Express", "Das Phantom der Oper", "Miss Saigon", "Les Miserables", "Joseph", "Die Schöne und das Biest" und "Chess".

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