Geschützter Bereich für alle Mitglieder
SPD will alle Mitglieder durch ein neues Portal vernetzen

Ohne die Nutzung des Internets ist keine Bundestagswahl mehr zu gewinnen, sagt SPD-Generalsekretär Franz Müntefering. Ab Juli werden alle Funktionsträger mit einem neuen Portal "spd-online" vernetzt.

jös BERLIN. SPD-Generalsekretär Franz Müntefering ist überzeugt, dass eine Partei keine Wahlen mehr gewinnen kann, ohne intensiv das Internet zu nutzen. In sechs Wochen geht das neue Portal "spd-online" ans Netz, dass sich in einem ersten Schritt an die rund 60 000 Funktionsträger der SPD richtet. Mittelfristig soll es erweitert werden für alle 730 000 Mitglieder der Partei. Im Vorgriff auf die Bundestagswahl 1998 hatte Parteistratege Müntefering noch von Bonn aus alle SPD-Geschäftsstellen miteinander vernetzt.

"Unsere Mitglieder brauchen verlässliche Informationen", sagte Müntefering am Donnerstag bei der Vorstellung der Portals im Willy-Brandt-Haus. Vor allem will er mit "spd-online" möglichst alle Parteimitglieder schnell erreichen und mobilisieren. Informationen sollen schneller fließen, Veranstaltungen besser vorbereitet und die Strategien besser koordiniert werden. Wie er die Akzeptanz einschätzt? "Vor allem die Jüngeren in unseren 12500 Ortsvereinen sind aufgeschlossen", so Müntefering, "aber auch die Älteren werden erkennen, dass sie an dem Medium nicht vorbeikommen."

Regionale Seiten für die Landesverbände

Die SPD-Mitglieder sollen sich mit ihrer Mitgliedsnummer in den geschützten Bereich von "spd-online" einloggen und werden dann auf die regionale Seite ihres jeweiligen Landesverbandes geführt. Alle Funktionsträger und später alle Mitglieder erhalten eine E-Mail-Adresse unter der Domain "spd-online.de". "So können wir die Mitglieder schneller mit Rundmails erreichen", sagte Michael Donnermeyer, Sprecher des Parteivorstandes, zu Handelsblatt.com.

Dienstleister der Partei ist zum einen die Deutsche Telekom, auf deren Servern das Portal läuft. "Wir garantieren einen störungsfreien Zugang", sagte Dieter Specht, Telekom-Vertriebsleiter in Berlin. In Zusammenarbeit mit der Telekom und Siemens Fujitsu bietet die SPD allen Funktionsträgern und Mitgliedern unter dem Schlagwort "Roter PC" Computer und Notebooks an. Gestaltet wurde das Portal von der Berliner Agentur A & B Face2net. "Unser Projekt bestätigt, dass das Internet zur vierten Mediensäule geworden ist, an der niemand mehr vorbeikommt", sagte deren Geschäftsführer Dietrich Boelter. Bis zum Herbst soll das Portal in allen Teilbereichen funktionieren und dann auf dem Bundesparteitag vorgestellt zu werden.

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