Geschworengericht in Kalifornien soll entscheiden
Staatsanwalt untersucht Enron-Betrug

Staatsanwälte untersuchen, ob der bankrotte Energiehändler Enron während der Energie-Krise in Kalifornien im Sommer 2000 die Strom-Preise manipuliert hat. Das Justizministerium hat einem Geschworenengericht in San Francisco Beweise vorgelegt.

HB/kk NEW YORK. Nach Informationen des Wall Street Journal untersuchen Staatsanwälte, ob Enron und andere Unternehmen betrügerischen Energiehandel getätigt haben und ob das Top-Management davon wusste. Insbesondere wollen sie herausfinden ob Jeffrey Skilling, ehemaliger Enron-Vorstandsvorsitzender und der ehemalige Präsident und Handelschef Greg Whalley davon Kenntnis hatten und ob sie versucht haben, die Tätigkeiten zu vertuschen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Enron-Händler künstlich die Nachfrage in die Höhe getrieben haben, um Kaliforniens Stromsystem zu überlasten. Anschließend hätten sie Energie zu überhöhten Preisen an den Staat verkauft, der damit der Krise begegnen wollte.

Vor der Jury in San Francisco haben bereits Mitarbeiter des FBI und des Justizministeriums ausgesagt. Zudem werden die Geschworenen Aussagen von Mitarbeitern des staatlichen Stromverteilungssystems hören. Es ist das zweite Mal, dass sich ein Geschworenengericht mit Enron beschäftigt. Ein Schwurgericht in Houston/Texas hat sich mit dem Zusammenbruch des Energiehändlers befasst. Die neuen Untersuchungen könnten zu Gefängnisstrafen für Top-Manager und Händler an der Westküste führen.

Quelle: Handelsblatt

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