Gesellschafteranteilen bleiben bestehen
Friede Springer kündigt Gesellschaftervertrag

Friede Springer, Mehrheitsaktionärin des Springer Verlags, hat zum Jahresende den Gesellschaftervertrag der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik gekündigt, über die sie ihre Anteile am Konzern hält.

dpa HAMBURG . Die Sprecherin des Verlags, Edda Fels, bestätigte am Sonntag die Kündigung, von der das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet hatte.

Es ändere sich jedoch nichts an den Gesellschafteranteilen, die unverändert blieben, sagte Fels. Sie wies damit entsprechende Informationen des "Spiegel" zurück, wonach sich die Witwe des Verlagsgründers bemühe, den zehnprozentigen Anteil an der Gesellschaft zu übernehmen, der von den beiden Springer-Enkeln Ariane und Axel Sven gehalten wird. Friede Springer hält an dem Springer-Verlag die Mehrheit von 50 % plus zehn Aktien.

Auch die Zahlen des "Spiegel" über den Gewinn des Zeitungsbereichs des Konzerns in diesem Jahr bezeichnete die Sprecherin als falsch. Dem Bericht zufolge soll sich dieser Gewinn nach internen Berechnungen fast halbieren. So habe allein die "Welt" im ersten Halbjahr bereits über 50 Mill. DM Verlust gemacht, berichtete der "Spiegel". Nach Worten von Fels sind die Verluste weit geringer.

Auch andere vom "Spiegel" genannten Zahlen deckten sich nicht mit den Konzernangaben. Nach dem Bericht liegen die elektronischen Medien und Multimedia, die im vergangenen Jahr noch Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe abgeworfen hätten, nach den ersten sechs Monaten mit sechs Mill. DM im Minus. Das Springer-Engagement bei "bild.de" werde in diesem Jahr über 30 Mill. DM Verlust bringen, hatte es im "Spiegel" geheißen.

Der "Spiegel" berichtete weiter, der designierte Chef des Springer-Konzerns Mathias Döpfner arbeite an einem Bruch mit dem Großaktionär Leo Kirch, der 40,33 % hält. In Kreisen des Springer-Verlags wurde dies als "absurde These" zurückgewiesen. Es gebe niemanden, der so denkt, hieß es.

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