Gesetz auf den Weg gebracht
Bundesregierung will neue Form der Volkszählung

Die Bundesregierung plant eine neue Form der Volkszählung, die ohne direkte Befragung der Bundesbürger auskommt.

rtr BERLIN. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte Reuters am Samstag, für eine moderne Volkswirtschafts sei es wichtig, solche statistische Daten zu erheben. Die Bundesregierung habe ein Gesetz auf den Weg gebracht, mit dessen Hilfe die neue Methode zunächst erprobt und die dann gewonnenen Erfahrungen ausgewertet werden sollten. Danach werde über einen bundesweiten Einsatz entschieden. In dieser Legislaturperiode werde es wohl aber nicht mehr zu eine Volkszählung kommen, sagte der Sprecher weiter. Die letzte Volkszählung im Jahr 1987 hatte in Westdeutschland heftige Proteste ausgelöst.

Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, verwies in der "Bild-Zeitung" darauf, dass die letzte Zählung noch vor der Wiedervereinigung stattgefunden habe. "Um wieder mit gesicherten Bevölkerungsdaten rechnen zu können, brauchen wir eine erneute Volkzählung", sagte Hahlen.

Nach früheren Angaben des Innenministeriums, dem das Statistische Bundesamt unterstellt ist, sollen mit Hilfe des so genannten Zensusvorbereitungsgesetz die Register der Einwohnermeldeämter, der Bundesanstalt für Arbeit und Befragungen von Grundeigentümern herangezogen werden. Die gewonnen Registerdaten sollen dann mit Hilfe von Stichproben auf ihre Zuverlässigkeit überprüft werden.

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