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Gesetz für neue Krankenhausfinanzierung vorgestellt

Mit einer tief greifenden Reform der Krankenhausfinanzierung will die Regierung für mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen.

ap BERLIN. Das Bundesgesundheitsministerium stellte am Dienstagabend einen Referentenentwurf für ein neues Gesetz vor, das über mehrere Stufen bis 2007 ein neues Vergütungssystem für die stationäre Medizin schaffen soll. Damit solle die überdurchschnittlich hohe Dauer, die ein Patient in einem deutschen Krankenhaus bleibt, drastisch verkürzt werden, erklärte Gesundheitsstaatssekretär Theo Schröder. Die durchschnittliche Verweildauer betrage in Deutschland 9,9 Tage, in Österreich jedoch nur 6,8 und in Frankreich 5,6 Tage.

Das Gesetz sieht vor, dass Krankenhäuser künftig nicht mehr nach der Zahl der Pflegetage eines Patienten bezahlt werden, sondern nach den medizinischen Leistungen, die sie erbringen. Damit soll etwa eine Blinddarmoperation in Worms, Bremen oder Berlin gleich teuer sein, da Krankenhäuser mit dem neuen Vergütungssystem Leistungen gemäß der medizinischen Diagnose abrechnen müssen.

Das Ministerium erwartet sich vom neuen System keine Mehrkosten für die Beitragszahler. Bereits ab Januar 2003 können die Kliniken das neue Abrechnungssystem auf freiwilliger Basis einführen. Das System ist international als "Diagnostics Related Groups" (DRG) bekannt und wird als "fallbezogene Kopfpauschale" übersetzt. Damit hängt das Budget einer Klinik davon ab, welche Gelder sie für alle dokumentierten DRGs in Anspruch nehmen kann.

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