Gesetze regeln die Buchführung
Kaufleute zur Aufstellung einer Bilanz verpflichtet

Nach deutschem Recht hat jeder Kaufmann die Pflicht, eine Bilanz aufzustellen. Das Handelsgesetzbuch schreibt die Einzelheiten vor. Daneben gibt es in zahlreichen weiteren Gesetzen.

Im Handelsgesetzbuch (§ 238 HGB) steht zu lesen: "Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seinen Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung ersichtlich zu machen. Die Buchführung muss so beschaffen sein, daß sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen."

Im Anschluss an diesen Paragraphen regeln weitere Vorschriften vielfältige inhaltliche Fragen. Je größer ein Unternehmen ist, um so umfangreicher und transparenter ist die Bilanzierung und umso schneller hat sie vorzuliegen. Kapitalgesellschaften haben gemäß §§ 264 HGB, Banken und Versicherungen gem. §§ 336 HGB jeweils noch gesonderte und verschärfte Regelungen einzuhalten.

Auch das Steuerrecht regelt in § 141 AO zusätzliche Bilanzierungspflichten. Daneben sind weitere Gesetze wie das WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) bei börsennotierten Gesellschaften, z.B. hinsichtlich einer Adhoc-Publizität von sich verändernden Bilanzzahlen (vgl. Gewinnwarnungen) zu beachten.

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