Gesetzeslücken schließen
EU fordert Haftstrafe für Hacker

Die EU-Kommission hat der Kriminalität im Internet den Kampf angesagt. So sollen Hacker und Verbreiter von Viren mindestens ein Jahr ins Gefängnis, wie aus einem Vorschlag der Brüsseler Behörde hervorgeht.

WiWo/AP BRÜSSEL. EU-Justizkommissar Antonio Vitorino verwies am Dienstag darauf, dass es in den Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten "noch erhebliche Lücken" bei der Bekämpfung von Verbrechen gegen Informationssysteme gebe. Da das Hacken und die Verbreitung von Viren grenzüberschreitende Straftaten seien, müsse die EU aktiv werden. Vitorino äußerte die Hoffnung, dass die 15 EU-Staaten dem Vorschlag der Kommission bis zum kommenden Jahr zustimmen.

Danach sollen Personen, die Viren verbreiten, um sich selbst einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen oder Computersysteme zu zerstören, mit mindestens einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Zudem müssten Polizei und Justiz besser zur Bekämpfung von Cyber-Kriminalität ausgerüstet werden, sagte Vitorino.

Regierungen seien dazu aufgerufen, sich besser gegen Angriffe über den Computer zu rüsten. Besonders Terroristen und das organisierte Verbrechen seien auf diesem Gebiet immer aktiver.

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