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Gespannte Stimmung

Der Dow Jones Index hat am Vormittag die Weichen zwischenzeitlich wieder auf Erfolgskurs gestellt. In dieser Woche haben die Blue Chips überhaupt noch nicht in positivem Terrain übernachtet.

In den Mittagsstunden sind die Gewinne zwischenzeitlich eingebüßt worden. Insgesamt optimistisch ist Abby Cohen, Chefstrategin von Goldman Sachs. Cohen bleibt bei ihrem Kursziel für den S&P500 Index auf Jahressicht. Die Vorgabe steht bei 1.575 Punkten.



Vor allem Finanztitel belasten den Markt. J.P. Morgan und die Citigroup gehören zu den größten Verlierern im Dow Jones Index. Die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter hat mäßige Quartalszahlen gemeldet. Am Dienstag und Mittwoch verkündeten Goldman Sachs und Lehman Brothers noch gute Geschäftsergebnisse. Morgan Stanley hat einen Gewinn von 1,09 pro Aktie erzielt. Die Konsensschätzungen lagen bei 1,17 Dollar.



Neben Finanztiteln tendieren weiterhin einige Konsumtitel wie Eastman Kodak schwächer. Gerüchte aus dem Weg geräumt hat 3M. Das Unternehmen war in die Schräglage geraten, weil angeblich die Geschäftszahlen im laufenden Quartal enttäuschen würden. Nun gibt das Management Entwarnung. 3M wird den Erwartungen gerecht. Ein gutes Asiengeschäft wird Probleme mit dem schwächeren Euro wettmachen. Das Brokerhaus Merrill Lynch scheint sich der Meinung anzuschließen und empfiehlt 3M Aktien zum Kauf.



Ebenfalls zuversichtlich zeigt sich der Rüstungskonzern Lockheed Martin. Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr einen Cash Flow in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. Die Konsensschätzungen betragen 900 Millionen Dollar.



Weniger erfreulich sieht die Nachrichtenlage bei Goodyear Tire aus. Der Reifenhersteller wird voraussichtlich deutlich an den Erwartungen im laufenden Quartal vorbeischrammen. Vor allem der schwache Euro und hohe Rohstoffkosten machen dem Unternehmen zu schaffen. Probleme des Konkurrenten Bridgestone konnten die Verkaufszahlen von Goodyear offenbar nicht beträchtlich ankurbeln.



Dafür verbucht ein anderes Unternehmen aus dem weiteren Kreis der Automobilbranche deutliche Kursgewinne. Hertz, die weltgrößte Autovermietung, wird an Ford verkauft. Der zweitgrößte Autohersteller hält bereits den mehrheitlichen Anteil und will nun die verbleibenden 18,5 Prozent für 597 Millionen Dollar kaufen. Hertz Aktien schießen rund 20 Prozent nach oben. Ford tendiert leicht schwächer. Auch Daimler Chrysler kommt heute nicht auf Touren. Laut ABN Amro sei das Papier überbewertet. Als Begründung nennen die Analysten das schwache Nordamerikageschäft von Chrysler.



Schwächer als die Börse der Standardwerte präsentiert sich in den Mittagsstunden die Technologiebörse Nasdaq. Unter anderem tendieren Glasfasertitel, die in den letzten Tagen die Rekordfahrt wieder aufgenommen hatten, heute schwächer. Allerdings blasen einige Analysten bereits wieder ins Horn und empfehlen mehrere Titel aus dem Sektor zum Kauf. Telekommunikation tendiert wie bereits am Vortag ebenfalls schwächer. Auch hier raten mehrere Analysten jedoch wieder zum Kauf. Interessant wird es vor dem Wochenende auch bei AT&T. Die größte US-Telefongesellschaft hält heute und morgen eine Vorstandssitzung ab. Einige Experten rechnen mit gravierenden Umstrukturierungsmaßnahmen.

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