Gespräch mit Branchenvertretern über den Versicherer
Mannheimer: Aufsicht sucht Rettungskonzept

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gestern über ein neues Rettungskonzept für die angeschlagene Mannheimer Versicherungsgruppe beraten. Zum Ergebnis der Verhandlung wollten sich weder das Amt noch Beteiligte äußern. Die Vorstände der Mannheimer Versicherung selbst haben aber nicht daran teilgenommen, wie ein Sprecher in Mannheim sagte. Er fügte hinzu: "Wir warten immer noch auf eine Antwort vom Amt."

rl/fw DÜSSELDORF. Zugegen war allerdings Günter Bost, Geschäftsführer Lebensversicherung im Branchenverband GDV. Seine Teilnahme drückt die ganze Tragweite des Problemfalls Mannheimer aus, die durch Aktienspekulationen in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Für die Assekuranz steht der Ruf des Produkts Lebensversicherung auf dem Spiel.

Die Frontlinie der Gespräche verläuft jetzt zwischen der gesamten Branche und der Aufsicht. Wie zu hören ist, strebt die Finanzaufsicht eine Lösung mit einer dauerhaften Kapitalzufuhr an. Die Branche hingegen macht Vorschläge, die eher auf eine Überbrückung der schwierigen Situation mit möglichst geringem oder nur vorübergehendem Kapitaleinsatz hinauslaufen. Einen angeschlagenen Lebensversicherer neu zu kapitalisieren, ist in der Regel kein gutes Geschäft.

Als sehr schwach gilt inzwischen die Position des Mannheimer-Vorstands. "Allen Beteiligten ist klar, dass es mit dem bisherigen Management nicht weitergeht", sagte ein Brancheninsider.

Unter den institutionellen Aktionären der Mannheimer ist die Bereitschaft, Geld nachzuschießen, sehr verhalten. Größter deutscher Aktionär (nach der österreichischen Uniqa mit 13 %) ist die Münchener Rück mit 10 %. Ein Sprecher dort betonte indes, "nur im Rahmen unserer Beteiligung an einem tragfähigen Konzept" mitzumachen.

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