Gespräch mit dem Chef-Regulierer
Marktdruck für raschen UMTS-Start

Die multimediale Handywelt auf der CeBIT schafft nach Ansicht von Chefregulierer Matthias Kurth einen gewissen Druck für eine rasche UMTS-Einführung. Die Messe sende für den Mobilfunk der dritten Generation das "positive Signal" aus, dass schon mannigfache Inhalte mit den verschiedensten Endgeräten zu empfangen seien, sagte der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

DMEuro/vwd HANNOVER. Die offenkundige Nachfrage nach Inhalten werde den UMTS-Netzstart erleichtern. Angesichts der auch auf der CeBIT wieder laut gewordenen Forderung nach weiterer Flexibilisierung der Lizenzbedingungen betonte Kurth, der bestehende Rahmen dürfte den UMTS-Betreibern genügend Luft zum Leben lassen.

Kurth sieht in der jüngsten Zeit eine veränderte Erwartungshaltung zum Beginn von UMTS: Während bislang eher der Zweifel vorgeherrscht habe, ob die erforderliche Versorgung der Bevölkerung überhaupt rechtzeitig zu schaffen sei, richte sich der Blick nun darauf, wer die dritte Mobilfunkgeneration zuerst einführe. Das auf der CeBIT erlebbare "dramatisch veränderte" Endgeräte-Universum verstärke diesen "First-Mover-Drang" noch.

Die Voraussetzungen für einen UMTS-Start auf breiter Anbieterbasis sind nach Kurths Ansicht gegeben. In Gesprächen auf der Messe habe sich sein Eindruck verfestigt, dass die Ausrüster sehr offen seien für die Herstellung von Komponenten zur gemeinsamen Infrastrukturnutzung durch die Netzbetreiber. Die Chancen, die das Instrastruktur-Sharing eröffne, würden aber bei einigen Lizenznehmern offenbar noch nicht recht erkannt, meinte Kurth. Er betonte, dass es dadurch möglich sei, im Extremfall mit einem eigenem Netz zu operieren, das nur ein bis 1,5 Prozent der Fläche abdecke - der Rest sei über Kooperationen erschließbar.

Dieses mit den gegebenen Lizenzbedingungen sich bietende Potenzial sollten die Betreiber auch wirklich auszuschöpfen versuchen. An den Vergaberichtlinien will Kurth nach wie vor nicht gerüttelt wissen. Auch die Bundesregierung liege dabei voll auf seiner Linie, wie ihm aktuell ein Gespräch mit Wirtschafts-Staatssekretär Alfred Tacke gezeigt habe, betonte der Präsident der Regulierungsbehörde im Gespräch mit der Nachrichtenagentur vwd.

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