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Gespräche bei Opel gehen in die entscheidende Phase

Bei Opel gehen die Gespräche zwischen Management und Betriebsrat um ein massives Sparpaket und Stellenabbau in die entscheidende Phase.

dpa-afx RÜSSELSHEIM. Bei Opel gehen die Gespräche zwischen Management und Betriebsrat um ein massives Sparpaket und Stellenabbau in die entscheidende Phase. "In dieser Woche geht es in die Tiefe, da stehen die Details an", sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Rüsselsheim und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblattes". Über den Inhalt der Gespräche, die hinter verschlossenen Türen stattfinden, wollte der Sprecher nichts sagen. Mit einer Einigung sei frühestens Ende November zu rechnen.

Laut "Handelsblatt" soll in einem Spitzengespräch am Donnerstag eine Vorentscheidung darüber fallen, ob betriebsbedingte Kündigungen bei dem Autobauer vermieden werden können. Das fordert die Arbeitnehmerseite. Eine Verständigung in dieser Schlüsselfrage würde den Weg für eine Einigung bis Ende des Monats frei machen. Das Management des Opel-Mutterkonzerns General Motors Co. (GM) mache ein solches Entgegenkommen von massiven Zugeständnissen der Arbeitnehmer abhängig. Nach bisherigen Berichten stehen auch im Motorenwerk Kaiserslautern einige hundert Stellen zur Disposition.

Der weltgrößte Autobauer will bis zu 12 000 Stellen in Europa streichen, davon allein 10 000 bei Opel. Im europäischen Geschäft will GM mit den Marken Opel, Vauxhall und Saab jedes Jahr 500 Mill. Euro einsparen. Dieses Ziel hält die GM-Europazentrale laut Zeitung nicht mehr für verhandelbar. Sprechen könne man nur darüber, wie das geschehen solle. "In den Gesprächen geht es um die Frage, wie man Kosten einsparen kann", sagte der Opel-Sprecher. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz fordert von GM dagegen, auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Franz hatte bereits Vorruhestandsregelungen bis 2010 sowie eine Verrechnung von übertariflichen Leistungen als Gegenleistung angeboten.

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