Gespräche bestätigt
EM.TV verhandelt mit Kloiber über Tele-München-Gruppe

Der angeschlagene Medienkonzern EM.TV & Merchandising AG, Unterföhring, verhandelt über den Verkauf des EM.TV-Anteils an der Tele-München-Gruppe mit Mehrheitsanteileigner Herbert Kloiber.

vwd UNTERFÖHRING. Zurzeit gibt es Gespräche, bestätigte EM.TV-Sprecherin Stefanie Schusser am Freitag auf Anfrage, ohne weitere Angaben darüber machen zu wollen. Gleichzeitig erklärte sie, Verhandlungen mit den Autoherstellern über einen Verkauf von EM.TV-Anteilen an der Formel 1 hätten noch nicht begonnen. Es werde aber "sicherlich" zu Gesprächen kommen, sagte sie.

EM.TV hat durch eine am Mittwoch mit Hilfe von Kirch ausgeübte 987,5 Mill. USD teure Call-Option ihren Anteil an der Formel 1 auf 75 % aufgestockt. Außerdem besitzt das angeschlagene Unterföhringer Medienunternehmen 45 % an der TMG. Diesen Anteil muss es nach Kirchs EM.TV-Einstieg wahrscheinlich aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen. Kirch wolle sich um die Anmeldung beim Bundeskartellamt kümmern, aber es lägen noch keine konkreten Ergebnisse vor, sagte Schusser. Aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, Kirch sei optimistisch, dass das Bundeskartellamt nichts gegen die bestehenden Eigentumsverhältnisse einwenden werde.

Rein rechtlich stehe EM.TV dann nicht mehr unter Verkaufsdruck. Derzeit sei noch nicht entschieden, ob sich EM.TV auch bei einem positiven Bescheid des Bundeskartellsamts von der TMG trennen werde. Dies hinge auch davon ab, ob Kloiber willens sei, eine Zusammenarbeit mit Kirch zu akzeptieren, so die Kreise. Kloiber, der ehemals für Kirch arbeitete, betrachte diesen als seinen Intimfeind.

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