Gespräche bislang "zäh"
Allianz vor Übernahme von japanischem Versicherer

Die Allianz AG steht offenbar vor der Übernahme des angeschlagenen Lebensversicherers Chiyoda Mutual Life Insurance. Die Tokai Bank Ltd muss der geplanten Finanzspritze durch die Allianz allerdings noch zustimmen.

vwd/afp TOKIO. Der deutsche Versicherungskonzern Allianz AG, München, steht offenbar vor der Übernahme des angeschlagenen japanischen Lebensversicherers Chiyoda Mutual Life Insurance. Wie der Leiter des japanischen Finanzreformausschusses, Hideyuki Aizawa, am Dienstag vor Journalisten sagte, verliefen die Gespräche über einen Kapitalzuschuss in Milliardenhöhe bislang allerdings "zäh". Dennoch hoffe er, dass sich Allianz und Chiyoda bald einigen würden. Sollten die Verhandlungen scheitern, stünden aber noch weitere Kandidaten für eine Sanierung des Lebensversicherers zur Debatte.

Aizawa fügte hinzu, der Kreditgeber Tokai Bank Ltd, Nagoya, müsse der geplanten Finanzspritze durch die Allianz noch zustimmen, um die Zahlungsfähigkeit von Chiyoda weiterhin zu sichern. Nach Medienberichten beläuft sich der mögliche Zuschuss auf 300 Mrd Yen. Japanische Zeitungen hatten bereits vor Wochen berichtet, Chiyoda plane die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft für April 2002. Damit solle es der Allianz-Gruppe und der Tokai Bank ermöglicht werden, als Gegenleistung für den Kapitalzuschuss Anteile an Chiyoda zu erhalten.

Ein Tokai-Sprecher machte die Zustimmung der Bank zu dem Deal allerdings davon abhängig, ob der angeschlagene Versicherer Pläne für eine Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit, der Verkaufsstrategie und des Managements vorlegen könne.



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