Gespräche hinter verschlossenen Türen
Merz klagt über Einfluss der Gewerkschaften

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Friedrich Merz (CDU), hat seine Angriffe auf die Gewerkschaften verschärft. Sie seien zu mächtig und hätten sich vollends auf die Seite der SPD geschlagen, kritisierte Merz in der "Aachener Zeitung" (Mittwoch).

HB/dpa AACHEN. Die Chefs des Gewerkschaftsbundes DGB, der IG Metall und von Verdi hätten "mittlerweile mehr Einfluss auf die Gesetzgebung als der gesamte Deutsche Bundestag".

Nach Merz' Ansicht arbeiten die Gewerkschaften "parteipolitisch gegen uns. Das sind nicht mehr die Gesprächspartner aller politischen Parteien, sondern ganz offenkundig unsere parteipolitischen Gegner", sagte der Christdemokrat der Zeitung.

Die SPD spreche alles mit den drei Spitzenfunktionäre Michael Sommer (DGB), Klaus Zwickel (IG Metall) und Frank Bsirske (Verdi) ab. Dies geschehe "im Verborgenen und hinter verschlossenen Türen; umso einflussreicher sind sie." Dieser Umstand müsse jetzt aufgedeckt werden, sonst komme Deutschland nicht aus der Beschäftigungskrise heraus.

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