Gespräche in Paris über weiteres Vorgehen in Afghanistan
Musharraf bekennt sich zur "Koalition gegen den Terror"

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat sich zur Mitwirkung seines Landes an der "Koalition gegen den Terrorismus" bekannt. Musharraf sagte am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem französischen Premierminister Lionel Jospin, bei seinen Gesprächen in Paris habe er eine "vollständige Übereinstimmung" der Sichtweisen festgestellt.

afp PARIS. Nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac hatte Musharraf am Vorabend gesagt, seine Regierung habe sich "nach reiflicher Überlegung" für eine Beteiligung an der Anti-Terror-Koalition entschieden. Er habe seine Reise nach Paris, London und New York mit der "Entschlossenheit", begonnen, an diesem Bündnis festzuhalten, fügte Musharraf hinzu. Chirac sagte dem pakistanischen Militärmachthaber Unterstützung bei der Finanzierung seiner Auslandsschulden zu.

Musharraf habe "wie viele andere Staaten ein Interesse daran, dass der Terrorismus ausgerottet wird", sagte der französische Außenminister Hubert Védrine am Donnerstag im Rundfunksender France-Inter. Die Pariser Regierung habe Musharraf dazu ermuntert, "bis zum Ende zu gehen". Bevor der pakistanische Präsident am Mittwoch in Paris eintraf, hatte er Zwischenstopps in Teheran und Istanbul eingelegt. Bei dem Kurzaufenthalt in der Türkei hatte er sich dafür ausgesprochen, die US-Angriffe in Afghanistan mit Beginn des moslemischen Fastenmonats Ramadan am 17. November auszusetzen. Nach dem Gespräch Jospins mit Musharraf hieß es, beide Seiten seien sich darin einig, dass die Militäraktionen von der Suche nach einer raschen "politischen Lösung" für Afghanistan begleitet werden müssten.

Musharraf forderte bei den Gesprächen mit Chirac und Jospin, die pakistanischen Auslandsschulden müssten gestundet werden. Unter den gegenwärtigen Bedingungen sei es Islamabad nicht möglich, die Zinsen für die 38 Milliarden Dollar (rund 82,5 Milliarden Mark) zu zahlen. Musharraf reist am Donnerstag nach London weiter, wo er mit dem britischen Premierminister Tony Blair zusammentreffen wollte.

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