Gespräche mit allen Parteien "außer Schill" angekündigt
Runde will weiter regieren

Hamburgs Bürgermeister Ortwin Runde (SPD) will trotz des Verlusts seiner rot-grünen Mehrheit in der Bürgerschaft erneut versuchen, eine Regierung zu bilden. "Wir haben als stärkste Partei die Aufgabe, eine Regierung zu bilden", sagte Runde am Sonntagabend im ZDF.

afp HAMBURG. Falls dies mit der Grün-Alternativen Liste (GAL) allein nicht möglich sei, "werden wir mit anderen Parteien in Verhandlungen treten", sagte Runde. Neben einer möglichen Ampel-Koalition aus SPD, GAL und FDP deutete der Bürgermeister auch die Möglichkeit einer großen Koalition mit der CDU an: "Ich werde Gespräche mit allen Parteien aufnehmen - außer mit Herrn Schill."

"In diesen Zeiten kommt es ganz besonders darauf an, dass Hamburg eine sichere, stabile Regierung hat", betonte Runde. Dies gebiete die weltpolitische, aber auch wirtschaftspolitische Situation in Hamburg. In der ARD wandte sich Runde gegen Interpretationen, die SPD sei wegen des Verlusts der rot-grünen Mehrheit im Landesparlament der Wahlverlierer. "Wir haben den Abstand zur CDU fast verdoppelt", betonte der Bürgermeister. Nun sei es die Frage, "ob man eine unerfahrene Regierung aus zwei Parlamentsneulingen und einer unerfahrenen Oppositionspartei einer stabilen und sicheren Regierung mit der SPD vorziehen soll". Eine persönliche Verantwortung für den Verlust der Mehrheit wies Runde zurück: "Wenn der Abstand aus SPD und CDU so gestiegen ist, dann hängt das vielleicht mit dem Spitzenkandidaten zusammen", sagte er mit Blick auf die Stimmenverluste der CDU und die leichten Stimmengewinne der SPD.

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