Gespräche mit allen Spielern
Rummenigge droht Stars mit dem Rauswurf

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Bayern München, droht einigen Spielern für die neue Saison bereits mit dem Rauswurf, sollte sich der deutsche Fußball-Meister nicht für die Champions League qualifizieren.

sid MADRID. "Wenn wir im Uefa-Pokal spielen müssen, dann gibt es nur eine Möglichkeit: Dann werden wir uns von weiteren Spielern trennen. Die Frage ist dann, ob man für den Uefa-Cup 24 Spieler braucht. Der Stress ist geringer, die Spiele werden weniger", betonte Rummenigge am Rande des heutigen Viertelfinal-Rückspiels der Münchner in der Champions League bei Real Madrid.

Man könne zwar auch im Uefa-Cup Geld verdienen, erklärte Rummenigge weiter, aber keine 30 Millionen Euro wie in der Champions League. Und die Finanzpolitik des FC Bayern, der im letzten Jahr sogar rund 50 Millionen Euro eingenommen hatte, sei es eben, "dass wenn wir einen Euro einnehmen, werden wir nicht mehr als 80 Cent ausgeben". Der Weltpokalsieger, der derzeit in der Bundesliga als Vierter um die Qualifikation zur "Königsklasse" zittert, werde auch weiterhin keine Risiken oder Abenteuer eingehen.

In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch zu verstehen, warum der deutsche Rekordmeister im Bemühen um den Leverkusener Ze Roberto weiterhin auf Zeit spielen. Der Brasilianer soll im Freundeskreis erklärt haben, mit den Bayern bereits einig zu sein. Bayern-Manager Uli Hoeneß dementierte dies in der Münchner AZ aber: "Das stimmt nicht. Wir sollten erst einmal das Viertelfinale abwarten."

Klar ist jedoch, dass die Bayern im Falle einer Totalpleite mit allen Spielern sprechen werden, "die dann überzählig sind", so Rummenigge. Namen wollte er nicht nennen. Doch neben Stefan Effenberg, dessen Vertrag ausläuft, und Paulo Sergio, dessen Kontrakt nicht mehr verlängert wird, stehen wohl der Schweizer Ciriaco Sforza sowie die abwanderungswilligen Nationalspieler Alexander Zickler und Carsten Jancker auf der Liste.

"Es könnte auch noch andere treffen", erklärte Rummenigge jedoch. Zum Beispiel Michael Tarnat, aber auch Niko Kovac, der sich bei Bayern bisher nicht durchsetzen konnte. Als Zugänge für die neue Saison stehen beim FC Bayern bisher Michael Ballack von Bayer Leverkusen und Sebastian Deisler (Hertha BSC Berlin) fest.

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