Gespräche mit Banken gehen weiter
Holzmann-Zukunft ungewiss - Aktie fällt auf Rekordtief

Der angeschlagene Baukonzern verhandelt nach den erfolglosen Gesprächen vom Wochenende weiter mit den Gläubigerbanken - und die Aktie rutscht derweil ins Bodenlose.

HB/ap/rtr FRANKFURT/MAIN. Das Schicksal des angeschlagenen Holzmann-Konzerns bleibt weiter ungewiss. Ein Holzmann-Sprecher sagte am Montag, die Gespräche würden fortgesetzt. Das Unternehmen hoffe weiter auf eine Einigung. Unterdessen rutschte der Kurs der Aktie wegen der ergebnislosen Verhandlungen vom Wochenende auf ein neues Rekordtief. Auf dem elektronischen Handelssystem Xetra fielen die Titel um rund 21 Prozent auf ein Allzeittief von 5,13 Euro.

Die Zukunft des Unternehmens ist sehr unsicher", sagte ein Fondsmanager. "Wir wissen nicht, was sie (die Gläubigerbanken) mit dem Unternehmen machen werden." Ein Aktienhändler sagte: "Die Verhandlungen stehen auf sehr wackeligen Beinen. Das belastet natürlich die Aktie."

Drei von insgesamt 17 beteiligten Banken hatten Bedenken gegen das von der Deutschen Bank befürwortete Rettungskonzept für den Baukonzern mit seinen mehr als 23 000 Beschäftigten angemeldet. Holzmann hatte bekannt gegeben, dass der Verlust im Jahr 2001 "auf Grund unvorhersehbarer Sondereinflüsse deutlich höher ausfallen" werde, als zuletzt erwartet. Laut Medienberichten soll es sich um ein Minus von etwa 237 Mill. ? handeln.

Auch am Montag bekräftigten die Dresdner Bank und die Commerzbank, dass es bislang noch keine Zustimmung zu einem Rettungskonzept für Holzmann gebe.1999 war die Pleite in letzter Sekunde durch eine Intervention von Bundeskanzler Gerhard Schröder abgewendet worden.

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