Gespräche mit britischer EMI: AOL plant Verkauf der Musiktochter

Gespräche mit britischer EMI
AOL plant Verkauf der Musiktochter

Der US-Medienkonzern AOL Time Warner will der britischen EMI-Gruppe offenbar eine Kontrollmehrheit an seiner Musiktochter Warner Music verkaufen. Nach Informationen des Wall Street Journals wird ein Kaufpreis von 3 bis 4 Milliarden Dollar verhandelt, die Gespräche befinden sich aber noch im frühen Anfangsstadium.

HB/ Wall Street Journal LONDON/ NEW YORK. In Europa sondiert EMI offenbar weiter einen Zusammenschluss mit der Bertelsmann-Tochter BMG. Hier erwarten Branchenbeobachter eine Neuauflage des Fusionsvorhabens von EMI und BMG.

Dieses war vor rund einem Jahr am Veto der EU-Wettbewerbshüter gescheitert, ebenso wie eine Fusion von Warner und EMI. Inzwischen aber hat sich die Lage auf dem Musikmarkt derart verschlechtert, dass in der Kommission offenbar das Verständnis für die Notwendigkeit einer Branchenkonsolidierung gestiegen ist.

EMI hatte BMG den Informationen zufolge vor einem Jahr angeboten, BMG für rund 4 Milliarden Euro zu kaufen. Allerdings lehnten die Gütersloher damals ab, weil sie bezweifelten, dass EMI das Kapital aufbringen könnte, da auch EMI Schulden abbauen muss.

Ob ein Zusammenschluss von EMI und BMG auch angesichts einer Fusion EMI-Warner zur Debatte steht, war gestern nicht zu erfahren. AOL selbst will mit dem Verkauf der Kontrolle über Warner Music seinen Schuldenberg abbauen.

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