Gespräche mit Cobra über Sitz im Aufsichtsrat
Commerzbank: Fusion mit HVB kein Thema

Eine Fusion der Commerbank mit dem Wettbewerber Hypovereinsbank ist nach Angaben von Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller derzeit kein Thema. "Eine Fusion von Commerzbank und HVB steht jetzt nicht im Raum", sagte Müller am Donnerstag in Frankfurt. Auch von einem Wunsch der Münchener Rück, einen Sitz im Aufsichtsrat zu bekommen, sei ihm nichts bekannt. Dagegen würden über den Einzug eines Cobra-Vertreters in das Kontrollgremium Gespräche geführt.

rtr/vwd FRANKFURT. Positiv äußerte er sich zudem über die zuvor bekannt gewordene Anhebung des Anteils der Münchener Rück an der Commerzbank. "Ich freue mich darüber, dass die Münchener Rück sich entschieden hat, ihren Anteil auf über zehn Prozent anzuheben."

Er wisse auch nicht, wie lange die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ihren am Donnerstag auf 20,4 % verdoppelten Anteil an der Frankfurter Commerzbank halten wolle. Seiner Einschätzung nach handle es sich dabei aber eher um ein langfristiges Engagement, betonte Müller. Zu möglichen weiteren Plänen der Rückversicherung im Zusammenhang mit der Beteiligung wollte er sich nicht äußern. Er habe auch keine Kenntnis, ob eine weitere Aufstockung geplant sei, fügte der Commerzbank-Vorstandssprecher hinzu. Dabei habe er nichts von der Münchener Rück in Bezug auf den Wunsch über einen Sitz im Commerzbank-Aufsichtsrat gehört.

Dagegen werde derzeit der mögliche Einzug der Investorengruppe Cobra in den Aufsichtsrat der Frankfurter Bank diskutiert. Es gebe aber noch keine Übereinkunft darüber, ob die Cobra einen Aufsichtsratsitz erhalten werde, stellte Müller klar.

Mit Blick auf den zum Verkauf stehende Direktbroker Consors sagte Müller, sollte die Commerzbank um ein Gebot gebeten werden, werde sein Haus einen entsprechenden Schritt prüfen. Dann erst würde die Commerzbank sehen, ob es Chancen gegen mögliche Mitbieter habe. Müller verwies darauf, dass sein Haus bereits Verhandlungen mit Consors geführt, diese aber abgebrochen habe. Die Gespräche seien seinerzeit an den unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert. Müller wiederholte zudem frühere Aussagen, wonach die Gespräche zum Verkauf der Comdirect-Töchter in Italien und Frankreich weiter liefen.

Müller sagte außerdem, dass die Gespräche der drei Frankfurter Großbanken bezüglich einer Zusammenarbeit im Transaction Banking weitergeführt würden. Eine Zusammenlegung sei aber ein "extrem komplizierter Vorgang", fügte er hinzu. Dabei müssten die Mehrkosten aus der Aufgabe der eigenen Infrastruktur sowie die Forderungen aus den Front-Office-Bereichen geklärt werden. Solange solche Fragen nicht geklärt seien, könnten die Gespräche nicht abgeschlossen werden.

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