Gespräche mit kreditgebenden Banken
Sunburst schließt Insolvenzantrag nicht aus

Falls Kredite sofort zurück gezahlt werden müssten, befinde sich der angeschlagene Lizenzvermarkter nach eigenen Aussagen in einer "Extremsituation". Vor wenigen Wochen hatte Sunburst eine Gewinnwarnung gegeben.

vwd/rtr OSNABRÜCK. Die Sunburst Merchandising AG, Osnabrück, kann derzeit nicht ausschließen, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen mit ihren kreditgebenden Banken Insolvenzantrag gestellt werden muss. Dies sagte Finanzvorstand Ralf Schwung am Dienstag. "Ich denke aber schon, dass es möglich ist, zu einer Einigung zu kommen", sagte er. Würden die Verhandlungen allerdings scheitern, befände sich das Unternehmen in einer "Extremsituation", wobei es aber sehr unwahrscheinlich sei, dass eine sofortige Rückzahlung der Kredite verlangt werde.

Sunburst hatte zuvor mitgeteilt, dass intensive Verhandlungen zur weiteren Sicherung der Liquiditätslage des Unternehmens geführt werden. Hierfür seien Zusagen der Banken notwendig. Parallel würden Gespräche über die Restrukturierung und Sanierung der Unternehmensgruppe geführt. Wie Schwung erklärte, benötigt das Unternehmen einen niedrigen einstelligen Millionen-Betrag. Das Unternehmen hatte vor wenigen Wochen die für 2000 publizierten Zahlen drastisch korrigiert. Das zunächst angepeilte positive Ebit von fünf Mill. Euro musste in einen Verlust von 9,8 Mill. Euro korrigiert werden.

Zu den Klagen von Kleinaktionären wegen Insiderhandels und Betrugs durch falsche Ad-hoc-meldungen sagte Schwung, der selbst erst seit kurzem seine Position bekleidet, dass der Vorstand bereits vor drei Wochen selbst mit dem Bundesaufsichtsamt in Kontakt getreten ist. Auch der Aufsichtsrat des Unternehmens habe sich bereits in diese Sache eingeschaltet. Der jetzige Vorstand lege auf jeden Fall die eigenen Depots offen.

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