Gespräche mit Mediobance über Ferrari-Einstieg
Fiat hat einen neuen Chef

Gabriele Galateri di Genola wird neuer Fiat-Vorstandsvorsitzender. Der bisherige Chef der Fiat-Holdings Ifil und Ifi wird Nachfolger des Anfang Juni zurückgetretenen Paolo Cantarellas.

dpa ROM. Sowohl die Familie Agnelli als auch die Gläubigerbanken sind mit dieser Wahl einverstanden, hieß es. Übergangsweise hatte Fiat-Präsident Paolo Fresco das Amt des Vorstandschefs übernommen und soll den Angaben zufolge auch weiterhin gemeinsam mit Galateri diese Aufgabe erfüllen. Mit diesem Schritt wolle Fiat verhindern, die kürzlich mit den Gläubigerbanken geschlossenen Vereinbarungen über einen finanziellen Rettungsplan zu gefährden, meinen Experten.

Zum neuen Generaldirektor des Konzerns wurde Alessandro Barberis, Ex-Präsident der Fiat-Tochter Piaggio, ernannt. Er soll dem Vorstandschef bei den industriellen Aktivitäten unterstützen.

Galateri soll sich vor allem Strategien zur finanziellen Sanierung von Fiat widmen. Das Unternehmen will seinen Schuldenberg von 6,6 Milliarden Euro bis Ende des Jahres halbieren.

Zudem berichteten italienische Medien, Fiat habe bei der Sitzung das Angebot der Mailänder Mediobanca diskutiert, 35 Prozent der Sportwagentochter Ferrari zu kaufen. Für das Paket will die Bank nach Zeitungsangaben rund 870 Millionen Euro bezahlen.

Für Mediobanca, die in den 90er Jahren ein wichtiger Investor der Fiat-Gruppe war, würde die Akquisition der Ferrari-Anteile eine erneute Annäherung an das Unternehmen bedeuten. An den finanziellen Hilfen, die Fiat im Mai von den Banken Sanpaolo Imi, Banca di Roma, Intesa Bci und Unicredito zugesichert wurden, war Mediobanca bisher nicht beteiligt.

Nach Bekanntwerden der Wahl Galateris zog Fiat an der Börse um knapp 3,25 Prozent auf 12,41 Euro an.

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