Gespräche noch im Anfangsstadium
Ruhrgas prüft Einstieg bei norwegischem Energiekonzern

Deutschlands größter Gasimporteur Ruhrgas prüft einen Einstieg bei dem norwegischem Gaslieferanten Fortum Petroleum, einer Tochter des finnischen Energiekonzerns Fortum Oyj.

Reuters ESSEN. Ruhrgas sei an einer Beteiligung interessiert und prüfe derzeit, welche Dimension ein solches Engagement hätte, sagte ein Ruhrgas-Sprecher am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland (FTD). Die Gespräche seien aber noch im Anfangsstadium. Ruhrgas ist bereits mit 20 Prozent an der Fortum Gasum Oy-Tochter in Finnland beteiligt.

Der Essener Gasgroßhändler, der mit fünf Prozent an dem weltgrößten Gasproduzenten, der russischen Gazprom, beteiligt ist, bezieht den größten Teil seines Erdgases aus Russland. An zweiter Stelle rangiert Norwegen. Für das laufende Jahr hatte Ruhrgas-Chef Burkhard Bergmann unter anderem den Ausbau der Gas-Förderkapazitäten in "kleinen Schritten" zum Ziel gesetzt. Für größere Investitionen wie etwa eine mögliche Aufstockung der Anteile an Gazprom,benötige Ruhrgas aber die Finanzkraft eines Großaktionärs.

Der Energiekonzern Eon will die Ruhrgas übernehmen. Die Übernahme konnte aber bislang wegen eines ausstehenden Urteils des Düsseldorfer Oberlandesgerichtes (OLG) nicht vollzogen werden. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte den umstrittenen Zusammenschluss von Eon und Ruhrgas, der von der Kartellbehörde abgelehnt worden war, durch eine sogenannte Ministererlaubnis Anfang Juli unter Auflagen genehmigt. Dagegen hatten die Konkurrenten eine einstweilige Verfügung erwirkt, die den Vollzug der Fusion bis auf weiteres stoppt.

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