Gespräche offiziell beendet
Preussag: Kein Einstieg bei belgischer Sobelair

Der Touristikkonzern Preussag hat seine Pläne für einen Einstieg bei der belgischen Chartergesellschaft Sobelair aufgegeben. Die Gespräche seien offiziell beendet, teilte Preussag am Montag auf Anfrage mit.

Reuters HANNOVER. Pläne für eine eigene Airline in Belgien gebe es nicht, sagte Preussag-Sprecher Frank Laurich. Die Gespräche mit der Tochtergesellschaft der im vorigen November in Konkurs gegangenen belgischen Fluggesellschaft Sabena waren vor gut einer Woche zunächst unterbrochen worden. "Es hat keine Fortschritte mehr gegeben. Wir gehen jetzt davon aus, dass die Gespräche nicht wieder aufgenommen werden", sagte Laurich. Die bisherige Zusammenarbeit zwischen Sobelair und der belgischen Touristiktochter der Preussag, Jet Air, bleibe davon unberührt. Preussag gehe davon aus, dass Sobelair auch künftig existieren werden.

Anders als der Touristik-Konkurrent Thomas Cook will Preussag allerdings keine eigene Fluggesellschaft gründen. "Es besteht für uns kein Handlungsbedarf. Die Zusammenarbeit mit Sobelair dort ist ein weiterhin funktionierendes System", sagte Laurich. Als Alternative zu einem Einstieg der Preussag sei jetzt die Übernahme der Fluggesellschaft durch die Piloten die wahrscheinlichere Variante. Möglich sei auch der Einstieg eines anderen Investors. Zu den Gründen für das Scheitern der Gespräche zwischen Preussag und Sobelair wollte sich Laurich nicht äußern.

Thomas Cook hatte nach dem Scheitern einer Übernahme der belgischen Fluggesellschaft City Bird Ende 2001 die Gründung einer eigenen Airline "Thomas Cook Airlines Belgium" beschlossen. Genutzt werden dafür fünf Flugzeuge der britischen Tochter JMC Airlines sowie in den Sommermonaten zwei Maschinen der deutschen Condor, die aufgrund von Überkapazitäten in ihren bisherigen Märkten nicht gebraucht werden.

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