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Gespräche über längere Airbus-Landebahn in Hamburg abgebrochen

Im wochenlangen Tauziehen um die Verlängerung der Start- und Landebahn des Airbus-Werks in Hamburg sind die Verhandlungen abgebrochen worden.

dpa-afx HAMBURG. Im wochenlangen Tauziehen um die Verlängerung der Start- und Landebahn des Airbus-Werks in Hamburg sind die Verhandlungen abgebrochen worden. Die Kirche in Neuenfelde, die mit dem Senat über den Verkauf ihres Schlüsselgrundstücks verhandelt hatte, erklärte, die Gespräche seien "ins Stocken" geraten. Verantwortlich für den Misserfolg sei allein der Flugzeugbauer Airbus, der kein Entgegenkommen gezeigt habe.

Der Flugzeugbauer, der zu 80 Prozent zum EADS-Konzern und zu 20 Prozent zur britischen BAE Systems gehört, wies diesen Vorwurf als "unangemessen" zurück. Bürgermeister Ole von Beust (CDU) betonte, der Senat halte an seinen Plänen fest.

Weitere Gesprächsbereitschaft

Senatskanzlei und Wirtschaftsbehörde schlossen kategorisch aus, dass die Gespräche endgültig gescheitert seien. Von beiden Seiten wurde weitere Gesprächsbereitschaft unterstrichen. "Die Angelegenheit ist zu wichtig, um sie scheitern zu lassen", sagte Senatssprecher Christian Schnee. Auch die Kirche in Neuenfelde zeigte sich zu weiteren Verhandlungen bereit. Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen sprach sich für eine direkte Beteiligung von Airbus an weiteren Gesprächen aus.

Nach den ursprünglichen Plänen sollte die Start- und Landebahn des Airbus-Werks in Finkenwerder um 589 Meter verlängert werden. Diese Verlängerung ist für die Frachtversion des neuen Großraumflugzeugs A380 nötig. Bei einem Scheitern des Vorhabens soll das in Hamburg vorgesehene Auslieferungszentrum für die A380 nach Toulouse vergeben werden. Eine Studie im Auftrag der Hamburger Wirtschaftsbehörde ergab, dass mit dem Auslieferungszentrum in Hamburg bis zu 4 000 neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Die endgültige Entscheidung des Airbus-Aufsichtsrates wird Anfang Dezember erwartet.

Airbus Weist Vorwürfe Zurück

In seiner Erklärung warf der Kirchenvorstand dem Flugzeugbauer vor, "starr und stur" an der vollen Verlängerung der Startbahn festgehalten und "jeden Gedanken an einen Verzicht oder eine Verkürzung dieses Projekts verweigert" zu haben. In einer Stellungnahme wies Airbus die Vorwürfe zurück. "Richtig ist, dass das Unternehmen sich sehr wohl kompromissbereit gezeigt und eine Vielzahl von konkreten Angeboten gemacht hat", hieß es. Dass es bei der Länge der Landebahn keinen Spielraum gebe, liege an technischen Fragen und nicht an mangelnder Kompromissbereitschaft.

Der Kirchenvorstand zeigte sich zu weiteren Gesprächen bereit, jedoch nur nach wesentlichen Zugeständnissen von Airbus. Beust betonte, dass "weiterhin die Tür für Gespräche offen" sei. "Dennoch kann ich keinen Zweifel daran lassen, dass wir die Verlängerung der Startbahn für das Airbus-Werk auf jeden Fall realisieren wollen", sagte er. Die Stadt werde nunmehr prüfen, mit welchen rechtlichen Möglichkeiten der Ausbau verwirklicht werden könne.

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