Gespräche über mögliche weitere Projekte
Bild.t-online.de setzt auf kostenpflichtige Inhalte

Das gemeinsame Internet-Portal der Axel Springer Verlag AG, Berlin, und der T-Online International AG, Darmstadt, wird bei seiner Unternehmensstrategie unter anderem auf kostenpflichtige Inhalte setzen. "Die Qualität der Inhalte wird ihren Preis erfordern" und könne nicht allein über Werbung gegenfinanziert werden, sagte T-Online-Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop am Mittwoch in Berlin. Genauere Angaben zum Angebot der Website machte Holtrop nicht.

vwd BERLIN. Springer-Vorstand Mathias Döpfner bemerkte aber, dass der journalistische Anteil nur ein Element des Angebotes sein werde, "möglicherweise gar nicht mal das wichtigste." Das Vorhaben stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden. Generell wollten die Beteiligten keine konkreten Angaben zu dem neuen Produkt und der neuen Firma machen und verwiesen auf eine geplante Pressekonferenz zur Produktpräsentation. Ein Businessplan wurde ebensowenig veröffentlicht wie ein genauer Zeitplan. Auf Nachfrage deutete Döpfner an, dass noch in diesem Jahr mit der Vorstellung des neuen Internet-Angebotes zu rechnen sei.

Auch zur Kapitalausstattung des Unternehmens wollten Döpfner, Sommer und Holtrop keine Angaben machen. Der Springer-Vorstand bemerkte lediglich, dass die Gegenleistung für den 37-prozentigen Anteil der T-Online AG sowohl in Form von Bargeld als auch in Sachleistungen erbracht worden sei. Den Verbleib von mehr als 60 % des neuen Unternehmens bei Springer begründete Döpfner damit, dass "Bild" die wichtigste Marke im Konzern sei, an der man die Mehrheit nicht aus der Hand geben wolle.

"Sollte es ein IPO geben, worüber wir heute nicht reden, will Springer die Sperrminorität halten", sagte der designierte Vorstandsvorsitzende. Es gebe eine "ehrgeizige Frist", in der das Unternehmen Gewinn erwirtschaften soll. Allerdings müsse zunächst investiert werden. Über mögliche weitere Projekte mit der Deutschen Telekom habe man zwar erste Gespräche geführt. Noch sei es aber zu früh, um dazu etwas zu sagen.

Der Sitz des gemeinsamen Unternehmens mit einer Mitarbeiterzahl im dreistelligen Bereich werde Berlin sein. Die Geschäftsführung soll der derzeitige Managing Director von Bild.de, Roland Tetzlaff (39), übernehmen. Für die inhaltliche Gestaltung werde der Chefredakteur von Bild.de, Udo Röbel (51), zuständig sein. Die komplette Besetzung des Vorstandes der neuen Gesellschaft werde zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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