Gespräche über Zukäufe vor Abschluss
Media plant starkes Wachstum

dpa MÜNCHEN. Börsenneuling Media AG will sich als Mediendienstleister international durch Zukäufe stärken. Verhandelt werde über zwei Übernahmen in der Film- und TV-Produktion sowie im Bildsektor, wobei ein Aktientausch im Gespräch sei, sagte Hans-Peter Mack, Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär der Media AG, am Donnerstag in München. Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss. Im laufenden Geschäftsjahr 2000/2001 (30. Juni) will das am Neuen Markt gelistete Unternehmen ohne Zukäufe eine Umsatzverdoppelung auf rund 100 Mill. DM erreichen und nach einem Verlust im Vorjahr ein positives Ergebnis erwirtschaften.

Der Börsengang Ende Juni hat dem Anbieter digitaler Medientechnologie knapp 65 Mill. DM eingebracht. Die Mittel fließen nach Worten Macks in Zukunftsmärkte wie multimediale Präsentationen auf Großbildwänden, Eigenproduktionen von Action- Dokumentarfilmen, Internet-TV und digitales Kino. Zu den Auftraggebern des Unternehmens gehören Konzerne wie DaimlerChrysler und BMW, Bertelsmann und die Kirch-Gruppe.

Im Geschäftsjahr 1999/2000 sei die Media-Gruppe mit einem Umsatzanstieg um 67 % auf 47,9 Mill. DM (24,5 Mill. Euro) stärker als geplant gewachsen, sagte Finanzchef Edmund Appelt. Die Beschäftigtenzahl sei um rund 100 auf 142 erweitert worden und soll bis Jahresende auf 200 steigen. Wegen Einmalkosten und vorgezogenen Investitionen entstand 1999/2000 ein Verlust von 2,7 Mill. DM nach 0,8 Mill. DM Gewinn im Vorjahr. Für das laufende Jahr werde mit einem Jahresüberschuss von rund drei Mill. DM gerechnet. Ab 2001/2002 sei eine Ausschüttung geplant.

Der Media-Kurs zog am Donnerstag zwischenzeitlich um 6 % auf 18,30 Euro an, lag damit aber noch deutlich unter dem Ausgabekurs von 22 Euro. Mack versicherte, seine Aktien nicht nur die vorgeschriebenen sechs Monate nach Börsengang, sondern längerfristig zu halten. Management und Gründer sind mit 59,4 % beteiligt; 31,7 % der Aktien sind breit gestreut.

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