Gesteigerter Ertrag aber gesunkene Dividende
Varta senkt Dividende und stärkt Rücklagenzuführung

Die Hannoveranische Varta AG will mit dem gesteigerten Jahresertrag ihre Kapitalrücklage erhöhen. Mit 5,9 Mill. Euro will die Konzern für einen gesteigerten Investitionsbedarf gerüstet sein.

vwd HANNOVER. Nach der Übernahme durch die DB Investor im vergangenen Jahr nutzt die Varta AG, Hannover, die erzielte Ertragssteigerung wieder verstärkt zur Erhöhung der Kapitalrücklage. Erstmals seit 1992 werden für das Jahr 2000 die Rücklagen in gleicher Höhe wie die Aktionäre mit der Dividendensumme bedient. Daraus ergebe sich eine auf 0,30 (0,50) Euro je Aktie ermäßigte Dividende, während die Rücklagenzuführung auf 5,9 (2,6) Mill. Euro erhöht worden sei, um für den steigenden Investitionsbedarf gerüstet zu sein und angemessen Vorsorge für die Wachstumsstrategie zu treffen, erklärte Vorstandsmitglied Walther Wever am Freitag in Hannover.

Für das vergangene Geschäftsjahr konnte Varta mit Umsatz- und Ertragssteigerungen aufwarten. Bei einem Umsatzplus im Konzern von 7 % auf 1,112 Mrd. Euro habe sich das Ebit um 6 % auf 55 Mill. Euro und der Jahresüberschuss auf 15 (14) Mill. Euro erhöht, sagte der Vorstandsvorsitzende Georg Prilhofer. Mit einem Wert von 18 (17) % habe sich die Kapitaleinsatzrendite im fünften Jahr in Folge verbessert. Dabei sei im Geschäftsbereich Gerätebatterien, wo Varta zu den drei führenden Anbietern in Euroopa zähle, das Ebit auf 33 (32) Mill. Euro bei einem Umsatz von 585 (546) Mill. Euro erhöht worden. Im Autobatteriebereich - Varta ist hier zweitgrößter Produzent in Westeuropa - habe das Ebit bei einem Umsatz von 523 (483) Mill. Euro auf 27 (25) Mill. Euro zugelegt.

Steigerung bei Autobatterien

Bei den Autobatterien habe Varta sogar das volumenmäßige Marktwachstum in West Europa von rund 2 % deutlich überschreiten können und damit weitere Marktanteile gewonnen, so Prilhofer. Dagegen werde die Markteinführung der 42-Volt-Bordnetze abweichend von den ursprünglichen Prognosen wohl erst 2005 auf breiterer Front geschehen. Ursächlich sei der Abstimmungsbedarf mit der Vielzahl an Komponenten in den Bordnetzen. Varta erwartet hier einen deutlichen Schub für das Geschäftsvolumen, da der erheblich steigende Energiebedarf der Aggregate in den Fahrzeugen die alten 12-Vot-Netze untauglich werden lässt.

Optimistisch gab sich der Vorstand auch für das laufende Geschäftsjahr. Per Ende Februar habe das operative Ergebnis auf Plannveau gelegen und für das Gesamtjahr sei trotz einer sich abschwächenden Automobilkonjunktur mit einer weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerung zu rechnen. Da sich der Trend zur Globalisierung fortsetze, werde Varta verstärkte Anstrengungen zur weiteren Internationalisierung unternehmen. Dazu zählen laut Prilhofer neben Partnerschaften für beide Geschäftsbereich auch Akquisitionen. "Wir sind für einen solchen Schritt offen", sagte er. Die DB Investor als Private Equity Holding der Deutschen Bank AG, Frankfurt, hält mittlerweile über die Gopla Beteiligungsgesellschaft mbH über 91 % des Varta-Kapitals.

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