Gestiegene Nachfrage in Asien
Ericsson will in Gewinnzone zurück

Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson AB rechnet wegen der gestiegenen Nachfrage in Asien für 2003 mit einem zehnprozentigen Umsatzwachstum und will im laufenden Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren.

Reuters CANBERRA. Das Unternehmen sehe ein Licht am Ende des Tunnels, sagte der Geschäftsführer von Ericsson Australien, Karl-Henrik Sundstrom, der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Canberra. Das erste Halbjahr 2002 werde allerdings schwierig. Der Weltmarktführer bei Mobilfunkanlagen war 2001 zum ersten Mal in die Verlustzone gerutscht und hatte Anleger mit einer düsteren Prognose für das erste Quartal 2002 bei Netzwerkausrüstungen verschreckt.

Inzwischen registriert der schwedische Konzern bei den finanziell klammen Mobilfunk-Betreibern wieder wachsende Investitionsbereitschaft. Dabei hätten die Firmen vor allem Entwicklungen für die neue dritte Mobilfunkgeneration (3G) im Blick. "Dieses Jahr wird ein schwieriges Jahr, minus zehn Prozent bis behauptet. Aber 2003 wird (das Geschäft) anziehen ... mit einem Wachstum von rund zehn Prozent", sagte Sundstrom.

Wachstum vor allem in China

Noch ist nach Worten von Sundstrom offen, wie stark der asiatische Markt im laufenden Jahr wachsen wird. Im Vorjahr haben nach Erhebungen der Marktanalysten von Pyramid Research 85 Mill. Asiaten einen neuen Handy-Vertrag abgeschlossen - mehr als in Europa und den USA zusammen, wo es nur 73 Mill. neue Mobilfunkkunden gab. Vor allem China treibt das Wachstum an mit monatlich fünf Mill. neuen Abonnenten.

Als Wachstumsmotoren 2003 sieht Ericsson neben dem asiatischen Markt die 3G-Generation, die sich mit dem Aufbau der UMTS-Netze zum Volumengeschäft entwickeln soll. 3G bietet eine Reihe multimedialer Funktionen für mobile Empfangsgeräte und deutlich höhere Geschwindigkeiten als die zweite Mobilfunkgeneration GSM. Der größte japanische Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo hatte im Oktober 2001 den ersten 3G-Dienst der Welt gestartet.

Ericssons Aussichten für 2004 hängen nach Worten von Sundstrom neben den 3G-Verträgen vom Erfolg des General Packet Radio Service (GPRS) ab, das als Vorstufe zur dritten Mobilfunkgeneration bereits einen schnelleren Internetzugang via Handy bietet. "Sollte GPRS kein Erfolg werden, werden viele der traditionellen Betreiber bei Entscheidungen über 3G zögern", sagte der Chef von Ericsson Australien.

Nummer drei bei Handy-Herstellern



Telekom-Firmen haben in den vergangenen Jahren in den wichtigen europäischen Märkten Milliardenbeträge in UMTS-Lizenzen investiert. Während Ericsson hier beim Aufbau von 60 % aller geplanten UMTS-Netze als Ausrüster auftritt, ist der 3G-Markt in Asien für die Schweden noch Neuland.

Ericsson liegt bei den Handy-Herstellern etwa an dritter Stelle. Die Handy-Produktion hatte das Unternehmen mit dem japanischen Elektronikkonzern Sony im Oktober 2001 zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengelegt.

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