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Gestiegenes US-Verbrauchervertrauen sorgt für Konjunkturoptimismus

In den USA hat sich das Verbrauchervertrauen im Dezember überraschend deutlich erholt und signalisiert damit laut Experten eine anhaltende Konjunkturerholung.

dpa-afx WASHINGTON. In den USA hat sich das Verbrauchervertrauen im Dezember überraschend deutlich erholt und signalisiert damit laut Experten eine anhaltende Konjunkturerholung. Der vom privaten Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelte Index für die Konsumstimmung sei von revidierten 92,6 Punkten im Vormonat auf 102,3 Punkte gestiegen, teilte das Institut am Dienstag in Washington mit. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2004.

Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 93,9 Punkte gerechnet. Ursprünglich war der November-Wert mit 90,5 Punkten angegeben worden. Auch die Unterindikatoren des Verbrauchervertrauens stiegen deutlich an. Der Erwartungsindex sprang von 90,2 Punkten im Vormonat auf 99,9 Punkte. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich im Berichtszeitraum von 96,3 Punkten auf 105,9 Punkte. Beide Werte erreichten damit den höchsten Stand seit Juli.

Die anhaltende Erholung der Konjunktur verbunden mit einem hohen Beschäftigungswachstum hätten den privaten Konsum beflügelt, sagte Lynn Franco, Leiter der Forschungsabteilung des Conference Board. Der Indikator signalisiere eine anhaltende wirtschaftliche Erholung in den USA im ersten Halbjahr 2005.

Ansehnliche Dynamik Beim Privaten Konsum

Das gestiegene Verbrauchervertrauen zeigt nach Einschätzung von Gabriele Widmann USA-Expertin von der Dekabank, dass der private Konsum in den USA weiterhin mit einer ansehnlichen Dynamik steigen wird. Dies dürfte für ein Wirtschaftswachstum leicht oberhalb des Potenzialpfads sorgen.

Der Eurokurs geriet nach den Daten deutlich unter Druck. Nachdem er zuvor noch Höchststände bei 1,3 642 Dollar erreicht hatte, sank er danach wieder zeitweise unter 1,36 Dollar. Die Kurse deutscher Anleihen drehten nach Veröffentlichung der Daten deutlich ins Minus. Der Euro-Bund-Future sank um 0,34 Prozent auf 3,620 Punkte. Die Aktienmärkte wurden von den Daten hingegen gestützt. Der Dax stieg nach den Danten um 0,62 Prozent auf 4 261,79 Punkte und schloss damit auf dem höchsten Stand in diesem Jahr.

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