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Gestorben 2004: Werner, Neuber, Agnelli

Im Jahr 2004 starben mehrere prominente Wirtschaftspersönlichkeiten wie der frühere Mercedes-Chef Helmut Werner, Fiat-Präsident Umberto Agnelli oder der Eisfabrikant Theo Schöller.

dpa HAMBURG. Im Jahr 2004 starben mehrere prominente Wirtschaftspersönlichkeiten wie der frühere Mercedes-Chef Helmut Werner, Fiat-Präsident Umberto Agnelli oder der Eisfabrikant Theo Schöller.

Helmut Werner: In seine Zeit an der Spitze von Mercedes fielen Neuerungen wie der Roadster SLK, der Cityflitzer smart sowie der Bau eines Werks in den USA, in dem die Geländewagen der M-Klasse produziert werden. 1997 verlor er jedoch nach vier Jahren als Mercedes-Chef den Machtkampf um die Konzernspitze gegen Jürgen Schrempp und warf das Handtuch. Helmut Werner starb am 6. Februar im Alter von 67 Jahren in Berlin.

Estée Lauder: Sie verkörperte den amerikanischen Traum in der Kosmetik-Welt. Als sie 1946 ihren Namen zum Markenzeichen machte, hatte sie nur ein Produkt: Eine Hautcreme, die von ihrem Onkel, einem Chemiker, entwickelt wurde. Daraus erwuchs ein Milliardenimperium, dass es vom Ansehen her mit den feinen französischen Namen aufnehmen kann. Estée Lauder starb am 24. April im Alter von mehr als 90 Jahren in Manhattan.

Umberto Agnelli: Mit dem Tod des 69-jährigen Fiat-Präsidenten gehört der berühmte Name der Turiner Familiendynastie der Vergangenheit an. Nachdem sein Bruder, Fiat-Patriarch Giovanni, Anfang 2003 gestorben war, hatte Umberto als letzter männlicher Agnelli die Präsidentschaft bei Fiat angetreten. Sein Nachfolger wird Ferrari-Chef Luca di Montezemolo. Umberto Agnelli starb am 27. Mai in Turin.

Theo Schöller: Mit 18 aß der Nürnberger in einem Berliner Varieté sein erstes Eis am Stiel und das sollte sein Leben verändern. Er war derart begeistert, dass er zwei Jahre später zusammen mit seinem Bruder in die Produktion von verpacktem Eis am Stiel einstieg. Später kamen Tiefkühlkost und Oblaten-Lebkuchen für die Winterzeit dazu. 2001 ging das inzwischen zu einer festen Branchengröße gewachsene Unternehmen mit seiner Zustimmung an den Lebensmittelkonzern Nestlé. Theo Schöller starb am 23. Juni 87-jährig in Nürnberg.

Rudolf Miele: Der Enkel des Firmengründers Carl Miele hatte den Haushaltsgerätehersteller in Schwung gebracht. Seit er 1960 zum geschäftsführenden Gesellschafter wurde, wuchs der Umsatz von rund 100 Mill. Euro auf 2,15 Mrd. Euro. Zu seinem 75. Geburtstag wollte er sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen und die Führung seinem Sohn Markus zusammen mit dem Spross der zweiten Inhaberfamilie, Reinhard Zinkann, überlassen. Rudolf Miele starb am 19. August im Alter von 74 Jahren in Gütersloh.

Friedel Neuber: So lange wie der frühere Vorstandschef der Westdeutschen Landesbank in Düsseldorf stand kein Banker an der Spitze eines deutschen Kreditinstituts. Von 1981 bis 2001 bestimmte er die Geschicke der Bank am Rhein. Ohne Abitur und Studium schaffte SPD - Mitglied Neuber als Sohn eines Eisenbahners aus Rheinhausen den Sprung ganz nach oben. Friedel Neuber starb am 23. Oktober 69-jährig im Anschluss an eine ärztliche Routineuntersuchung "plötzlich und unerwartet" an Herzversagen.

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