Gesundheitlich stark geschwächt
Papst Johannes Paul II. von Bulgarien nach Rom geflogen

Papst Johannes Paul II. hat seinen Besuch im vorwiegend orthodoxen Bulgarien beendet und ist nach Rom abgeflogen.

dpa/Reuters SOFIA. Am Flughafen der zweitgrößten Stadt Plowdiw wurde er von Außenminister Solomon Passi verabschiedet, der ihm bulgarischen Wein schenkte. Die Dankesworte, die der Papst bei der Zeremonie sprach, mussten wieder zum großen Teil von einem Helfer verlesen werden.

Der gehbehinderte Papst wurde wie zuvor mit einer Hebebühne an Bord der Sondermaschine vom Typ Airbus 321 der italienischen Fluglinie Alitalia gebracht. Bei seiner 96. Auslandsreise, die ihn vor Bulgarien auch in die moslemische frühere Sowjetrepublik Aserbaidschan geführt hatte, machte das 82-jährige Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche einen gesundheitlich stark geschwächten Eindruck.

Wegen seines angegriffenen Gesundheitszustands wird der Papst nach Angaben seines Sprechers möglicherweise zwei der drei Stationen seiner Amerika-Reise im Sommer streichen. Es sei möglich, dass er auf den geplanten Besuch in Mexiko und Guatemala verzichten müsse, um sich körperlich zu schonen, sagte Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro-Valls in Plovdiv.

Es war das erste Mal dass sich der Vatikan zu möglichen Einschränkungen bei Auslandsreisen des an der parkinsonschen Krankheit leidenden Papstes äußerte. Die 97. Auslandsreise von Johannes Paul soll im kanadischen Toronto beginnen, wo er den Weltjugendtag besuchen will, der vom 23. bis 28. Juli dauert. Bislang seien die Planungen jedoch nicht geändert worden, sagte Navarro-Valls. Im Anschluss an den Weltjugendtag ist ein Besuch in Mexiko-Stadt vorgesehen, wo der Papst einen Indianer selig sprechen will. Letzte Station wäre dann vom 31. Juli bis 2. August Guatemala-Stadt. Dort will der Papst den Missionar Pedro de San Jose Betzancur selig sprechen.

Bei der Sonntagsmesse in Plovdiv zeigte der Papst Zeichen der Erschöpfung. Auf der ganzen Reise wirkte er in den vergangenen Tagen gebrechlich, hatte Probleme beim Gehen und Sprechen. Seine Worte waren zuweilen kaum verständlich. Trotz seiner angegriffenen Gesundheit hat Johannes Paul Überlegungen über einen Rücktritt zurückgewiesen. Er wolle bis zum Tod weitermachen, wie es die Tradition vorsehe.

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