Gesundheitsministerin nennt die Zahl von 30 Toten "erschütternd"
Schmidt will Abgabebedingungen für Viagra verschärfen

ap OSNABRÜCK. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will schärfere Abgabebedingungen für das Potenzmittel Viagra durchsetzen. Angesichts der "erschütternden Zahl" von bis zu 30 Todesfällen, die allein in Deutschland mit dem Medikament in Verbindung gebracht würden, müsse dringend gehandelt werden, sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Nach den Worten der SPD-Politikerin deuten die vorliegenden Erkenntnisse darauf hin, dass die unsachgemäße Verwendung von Viagra in vielen Fällen schuld an den Todesfällen sei. So sei das Medikament von Männern mit Bluthochdruck und Herz- sowie Kreislauferkrankungen eingenommen worden, obwohl das Mittel dann lebensgefährliche Wirkungen habe. Neuerdings würden zudem Jugendliche Viagra zusammen mit Wodka konsumieren, um einen besonderen, aber "hoch gefährlichen Push zu erleben".

Da das Präparat aber auf europäischer Ebene zugelassen sei, habe die Bundesregierung jedoch nur geringen Einfluss auf eine mögliche Verschärfung der Abgabebestimmungen für Viagra, betonte Schmidt. Die Zahl von 30 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Potenzmittel geht aus einem Bericht der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Gudrun Schaich-Walch, hervor. Die Herstellerfirma Pfizer wies die Vorwurf der Gesundheitsgefährdung als haltlos zurück. "Bei sachgerechter Anwendung gibt es keine Viagra-Toten", sagte eine Sprecherin.

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