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Gesundheitsreform sorgt für Umsatzeinbruch bei Fielmann

Die Augenoptikerkette Fielmann hat im ersten Halbjahr wegen der Gesundheitsreform einen Einbruch bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet, aber die jüngst gesenkte Jahresprognose bekräftigt. Nachdem das erste Halbjahr die eigenen Erwartungen übertroffen habe, werde in der zweiten Jahreshälfte mit einer deutlich Geschäftsbelebung gerechnet, teilte Fielmann am Donnerstag mit.

dpa-afx HAMBURG. Die Augenoptikerkette Fielmann hat im ersten Halbjahr wegen der Gesundheitsreform einen Einbruch bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet, aber die jüngst gesenkte Jahresprognose bekräftigt. Nachdem das erste Halbjahr die eigenen Erwartungen übertroffen habe, werde in der zweiten Jahreshälfte mit einer deutlich Geschäftsbelebung gerechnet, teilte Fielmann am Donnerstag mit.

Für 2004 strebt der Optiker einen Vorsteuergewinn von 70 Mill. ? an nach 120 Mill. im vergangenen Jahr. Der Umsatz soll 2004 mehr als 800 Mill. ? betragen, verglichen mit 1,01 Mrd. ? in 2003.

Aktie

An der Börse sank die Aktie um 0,8 % auf 43,61 ?. Der Mdax legte um 0,46 % auf 4 878 Punkte zu. Die Zahlen seien "mehr oder weniger wie erwartet ausgefallen", sagte ein Börsianer. Auch der Ausblick sei "nicht schlecht". Gleichzeitig verwiesen Händler auf die angeschlagene charttechnische Verfassung des Kurses. Ein anderer Händler sah die Zahlen weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Er warte daher zunächst die Analystenkonferenz ab.

Wie das im Mdax notierte Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte, sank der Vorsteuergewinn von 45,6 Mill. ? vor einem Jahr auf 38,2 Mill. ?. Der Konzernumsatz schrumpfte von 355,8 Mill. ? auf 326,3 Mill. ?. Der Gewinn je Aktie sank im ersten Halbjahr von 1,40 ? 2003 auf 1,21 ?.

Zweites Quartal

Auch im zweiten Quartal waren die Rückgänge geringer als erwartet. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,1 % auf 143,6 Mill. ?. Beim Überschuss schrumpfte das Ergebnis um 35,7 % auf 9,969 Mill. ?.

Der Ergebnisrückgang führte Fielmann vor allem auf Sondereffekte durch die Gesundheitsreform zurückzuführen. 2003 kauften dem Konzern zufolge kurz vor der Gesundheitsreform viele Kunden auf Kosten der Kasse noch einmal Brillen, um 2004 dann zu sparen.

Wie erwartet brach das Einzelhandelsgeschäft in Deutschland ein. Der Umsatz schrumpfte von 288,5 auf 256,4 Mill. ?. In Österreich, Osteuropa und der Schweiz konnte Fielmann dagegen zulegen. Der Löwenanteil der Investition ging mit acht Mill. ? in das Haupthandelsgeschäft in Deutschland. Außerdem investierte Fielmann in den Großhandel, die Produktion und den Schweizer Einzelhandel.

Trotz des Umsatzrückgangs konnte Fielmann den Marktanteil nach eigenen Angaben ausweiten und verkaufte wie prognostiziert mehr als 2,4 Mill. Brillen. Zudem eröffnete das Hamburger Unternehmen sechs Niederlassungen. Die Zahl der Geschäfte liegt nun bei 517.

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