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Gesunkene Geschäftserwartungen belasten ifo-Geschäftsklima

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August weniger stark als erwartet eingetrübt. Während die Unternehmen ihre aktuelle Lage erneut positiver beurteilen, trübten sich die Geschäftserwartungen ein. Der ifo-Geschäftsklimaindikator sei von 95,6 Punkten im Vormonat auf 95,3 Punkte gesunken, teilte das ifo Institut am Donnerstag in München mit. Von AFX befragte Volkswirte hatten zuvor einen Rückgang auf 95,0 Punkte erwartet. Im Juli war der Indikator noch von 94,6 Punkten im Vormonat auf 95,6 Punkte gestiegen. Der Geschäftsklimaindikator ging sowohl im West- als auch in Ostdeutschland zurück.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August weniger stark als erwartet eingetrübt. Während die Unternehmen ihre aktuelle Lage erneut positiver beurteilen, trübten sich die Geschäftserwartungen ein. Der ifo-Geschäftsklimaindikator sei von 95,6 Punkten im Vormonat auf 95,3 Punkte gesunken, teilte das ifo Institut am Donnerstag in München mit. Von AFX befragte Volkswirte hatten zuvor einen Rückgang auf 95,0 Punkte erwartet. Im Juli war der Indikator noch von 94,6 Punkten im Vormonat auf 95,6 Punkte gestiegen. Der Geschäftsklimaindikator ging sowohl im West- als auch in Ostdeutschland zurück.

Der deutsche Aktienindex DAX hat seine Kursgewinne am Donnerstag nach Vorlage des ifo-Geschäftsklimaindex leicht ausgeweitet. Das Börsenbarometer stieg in den ersten zehn Minuten nach der ifo-Veröffentlichung um 0,88 % auf 3 822,13 Zähler. Der Devisenmarkt und der Rentenmarkt blieben jedoch von dem Indikator unbeeindruckt.

Aktuelle Lage Besser ALS Erwartet

Verantwortlich für den Rückgang war die pessimistischere Beurteilung der Geschäftserwartungen. Die Erwartungskomponente sank von 97,1 Punkte auf 96,0 Punkte. Experten hatten zuvor lediglich einen Rückgang auf 96,3 Punkte erwartet. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich hingegen unerwartet. Sie stieg von 94,1 Punkten auf 94,7 Punkte. Experten hatten hingegen einen Rückgang auf 93,9 Punkte erwartet. "Die Ergebnisse sprechen für einen noch nicht durchgreifend gefestigten konjunkturellen Aufschwung", sagte Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts.

Das Geschäftsklima habe sich in den Bereichen verarbeitendes Gewerbe Großhandel und Einzelhandel leicht verschlechtert. Einzig im Bauhauptgewerbe habe sich das Klima leicht aufgehellt. Die aktuelle Lage wurde hingegen im verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel günstiger bewertet. Gleichzeitig gingen die Erwartungen in diesen Bereichen zurück.

Verbessert hätten sich erneut die Exporterwartungen der Industrie. Die gute Exportkonjunktur habe sich aber nicht auf die Binnennachfrage übertragen. So sei die Lage im Einzelhandel erneut schlechter bewertet worden. Die Geschäftserwarten seien hier allerdings unverändert geblieben.

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