Gesunkene Ölpreise und starker Euro
Deutsche Importe werden billiger

Die deutschen Importe haben sich im Mai vor allem wegen gesunkener Ölpreise und des starken Euro erneut deutlich verbilligt.

Reuters WIESBADEN. Die Einfuhrpreise sanken von April auf Mai um 1,4 Prozent und kosteten damit 3,8 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Der Preisrückgang fiel deutlicher aus als von Analysten erwartet.

Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse waren die Einfuhren 0,9 Prozent billiger als im April und sogar 2,7 Prozent günstiger als vor einem Jahr. "Die Euro ist hier auch ein wichtiger Faktor. Dies signalisiert, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter fallen wird ", sagte Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim. Im Mai war die Gemeinschaftswährung von Kursen um 1,11 Dollar bis auf rund 1,19 Dollar geklettert. Ob die Inflation zum Jahresende gegen Null tendieren oder sogar sinken werde, hänge von der Entwicklung von Euro und Ölpreis in den kommenden Monaten ab. "Das ist aber immer noch ein Desinflations-Trend und keine Deflation", fügte Kastens hinzu.

Während bei einer so genannten Desinflation die Preise lediglich langsamer steigen, sprechen die meisten Volkswirte von einer Deflation erst bei einer gefährlichen Abwärtsspirale sinkender Preise und ausbleibender Nachfrage.

Diesel und leichtes Heizöl waren im Mai den Angaben der Statistiker zufolge knapp elf Prozent billiger als im April, Rohöl und Kaffee kosteten fünf Prozent weniger. Der Preis für Rohkakao sank sogar um knapp 17 Prozent. Mehr dagegen mussten die Unternehmen für importiertes Geflügelfleisch (plus 5,7 Prozent) und Äpfel (plus vier Prozent) bezahlen. Die deutschen Ausfuhren waren im Mai 0,1 Prozent billiger als vor einem Jahr und 0,4 Prozent billiger als im April.

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