Gesunkenes US-Verbrauchervertrauen beeinträchtigt die Wall Street nicht
Dupont-Aktien ziehen den Dow nach oben

Eine stabile Grundstimmung herrschte am Mittwoch an den US-Börsen. Vor allem Pharmawerte legten zu.

sfu NEW YORK. Die US-amerikanischen Aktienmärkte verzeichneten am Dienstag zu Handelsbeginn leichte Kursgewinne. Damit trotzten die Indizes negativen volkswirtschaftlichen Nachrichten.

Im Juli ist nämlich der US-Verbrauchervertrauensindex nicht wie erwartet gestiegen, sondern auf 116,5 Punkte nach 118,9 Punkten im Vormonat gesunken. Auch der Chicago-Einkaufsmanager-Index fiel von 44,4 auf 38,0 Punkte. Analysten hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 44,2 Punkte gerechnet. Die neuen Daten unterminierten nach Angaben von Volkswirten und Analysten die Hoffnungen, dass die US-Wirtschaft einer längeren Rezessionsphase ausweichen kann. Auf der anderen Seite erhöhen die negativen Nachrichten die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen noch im Sommer weiter senken wird.

In den ersten Handelsstunden stieg der Dow Jones-Index der wichtigsten Industriewerte um 1,4 % auf 10 550 Punkte. Mit plus 1,2 % tendierte der weiter gefasste Standard & Poor?s-Index etwas weniger nach oben. Auch die Nasdaq gewann fast 1,3 %.

Einige positive Nachrichten sorgten für ein Plus an der Börse. "In der derzeitigen schlechten Marktlage sind die Investoren bereit, jedem eine Prämie zu geben, der auch nur irgendeine gute Nachricht verkündet", sagte Fondsmanager John Haynes von Carr Shepherd Crosthwaite.

So ging es von Beginn an für die Pharmabranche nach oben, nachdem Dupont verkündet hatte, ein Vertriebsnetzwerk in Puerto Rico kaufen zu wollen. Dupont-Titel stiegen um fast 2 %. Im Sog von Dupont notierten auch Merck sowie Johnson & Johnson stärker. Marktteilnehmer führten den Aufwärtstrend auch darauf zurück, dass die Gewinne der Pharmakonzerne zuverlässiger vorauszusagen sind als die vieler anderer Branchen.

Stützend auf die Indizes an der Wall Street wirkten auch positive Prognosen von Salomon Smith Barney. So glaubt das Investmenthaus, dass die Quartalsumsätze des US-Netzwerkherstellers Cisco Systems innerhalb der Prognosen des Unternehmens und nicht wie bei einigen der Konkurrenten deutlich darunter liegen werden. Die Nasdaq-Titel Cisco legten um etwas mehr als 1 % zu.

Philip Morris (plus 1,5 %) profitierten ebenfalls von dem Urteil der Salomon-Smith-Barney-Analysten. Die positive Bewertung "recommend list" wurde beibehalten.

Auch Finanztitel gewannen. Hier wirkten sich die Bewertungen von CIBC World Markets aus. So notierten die Aktien des Kreditkartenunternehmens Capital One Financial gut 1 % fester, nachdem das Investmenthaus das Urteil "strong buy" (starker Kauf) herausgegeben hatte. Providian Financial gewannen etwas weniger - sie stehen auf "halten". Nachdem der Chipfabrikant Intel am Montag fünf neue Prozessoren der Bauart Pentium III vorgestellt hatte, stiegen Intel-Titel im frühen Handel um rund 1 %.

Auf der Verliererseite standen Verizon (minus 3 %). Das größte US-Telefonunternehmen im Lokalbereich teilte mit, dass der Gewinn pro Aktie in diesem Geschäftsjahr um einige Cents tiefer liegen werde.

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