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Getrübte Stimmung bleibt

Die New Yorker Börsen enttäuschen die Anleger heute erneut. Sowohl der Dow Jones Index als auch der Nasdaq Index liegen deutlich im Minus. Vor allem die Unternehmen Intel und Microsoft ziehen beide Indizes in die Verlustzone. Der Dow Jones Index wird zusätzlich von IBM belastet, während Cisco Systems den Nasdaq Index weiter in die Tiefe zieht.

Die vorbörslich veröffentlichen Arbeitsmarktdaten konnten die Laune an den Börsen nicht aufhellen. Die Arbeitslosenquote liegt im Februar erneut bei 4,2 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen 0,5 Prozent stärker als erwartet. Außerdem wurden 135.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Analystenschätzungen gingen nur von 75.000 neuen Stellen aus. Damit wurden zwar die Erwartungen geschlagen, im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl jedoch rückläufig. Während der erneute Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne gewisse inflationäre Tendenzen aufweist, deutet die höher als erwartet ausgefallene Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze auf eine langsamer als erwartet abkühlende US-Konjunktur. Drastische Zinsschritte werden daher vor der nächsten Notenbanksitzung am 20. März nicht mehr erwartet.



Die Umsatzwarnung von Intel belastete sowohl die Chip- als auch die Softwarebranche. Der Chiphersteller gab bekannt, dass der Umsatz im ersten Quartal um 25 Prozent geringer ausfallen wird als noch im Vorquartal. Zuvor ging das Unternehmen nur von einem Rückgang von 15 Prozent aus. Außerdem sollen 5000 Angestellte entlassen werden. Als Grund wurde die geringere Nachfrage nach Computern genannt. Diese Nachrichten zogen den Wert über zehn Prozent nach unten. Auch die Konkurrenten Broadcom und Texas Instruments litten unter dieser Nachricht. Der Philadelphia Stock Exchange Semiconductor Index, der nur Chipaktien listet, verlor 5,6 Prozent an Wert.



Bei Microsoft sorgen ebenfalls Gerüchte für einen Kursrutsch. Experten rechnen damit, dass der Softwarehersteller dem Chiphersteller Intel mit einer Umsatzwarnung folgen könnte. Bereits im Januar schockte Microsoft die Anleger aufgrund von Nachfragerückgängen in der PC-Branche mit einer Gewinnwarnung.



Auch Cisco Systems sorgt für Unruhe. Gerüchten zufolge entlässt der weltweit größte Netzwerkausrüster fünf Prozent seiner Mitarbeiter. Dabei handele es sich vor allem um Vollzeitbeschäftigte. Unternehmenssprecher bestätigten die Meldung nicht, machten jedoch deutlich, dass Cisco weiter versuche, seine Kosten zu senken. Daher werde auch das Reisebudget gekürzt. Außerdem würde die Mitarbeiterfluktuation jährlich zu einem Personalabbau von rund fünf Prozent führen. Bereits in der letzten Woche hatte Cisco einen Einstellungsstop verhängt.



Aufgrund der allgemein negativen Nachrichten im Technologiebereich flüchteten die Aktionäre einmal mehr in defensive Werte. So konnte der Pharmakonzern Merck kräftig zulegen. Auch das Aerospaceunternehmen Boing, der Automobilkonzern General Motors und der Tabakkonzern Phillip Morris standen auf der Gewinnerseite des Dow Jones Index.

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